Neu geschmiedet

Boridische Hochleistungsschichten haben eine Prozesskette

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Es besteht die Möglichkeit zu Hochtemperaturtests

Ein weiteres zusätzliches Glied in der erweiterten Prozesskette ist außerdem ein neuer Vakuumhochtemperaturofen, wie die Forscher weiter ausführen. Er erlaubt Untersuchungen bei Temperaturen bis zu 1.600 °C und Drücken von unter 10⁻⁵ Millibar. Es kann dabei unter definierten Atmosphären gearbeitet werden – etwa mit Wasserstoff oder Schutzgasgemischen.

Ganz neu am Fraunhofer IST ist dieser Hochtemperaturofen, der Untersuchungen von Proben bit zu einer Temperatur von 1.600 °C erlaubt.(Bild:  Fraunhofer IST)
Ganz neu am Fraunhofer IST ist dieser Hochtemperaturofen, der Untersuchungen von Proben bit zu einer Temperatur von 1.600 °C erlaubt.
(Bild: Fraunhofer IST)

Ergänzend dazu steht ein Hochtemperaturtribometer zur Verfügung, mit dem das tribologische Verhalten von Werkstoffen, Beschichtungen und Diffusionsschichten zur Ermittlung von Reibwerten und Verschleißmarken bei Temperaturen bis 1.000 °C gezielt untersucht werden kann, so die IST-Forscher. Damit könne die Leistungsfähigkeit von Werkstoffen, Beschichtungen und Diffusionsschichten unter realitätsnahen Einsatzbedingungen bewertet werden, noch bevor Bauteile in die Produktion gingen.

Die Vorteile für die Industrie sehen so aus ...

Es lassen sich durch diese Beschichtung etwa Schmiedewerkzeuge in der Warmmassivumformung deutlich länger einsetzen, oder beim Strangpressen von Kupfer Materialadhäsion und Ausschussraten reduzieren. Auch bei der Herstellung hochwertiger Aluminiumbauteile, beim Biegen von Edelstahl oder in der Fertigung präziser Armaturen und Ventile, punkte das Ganze. Darüber hinaus erschließt das IST mit der neuen Prozesskette zusätzliche Forschungs- und Entwicklungsfelder: Neue gasförmige Ausgangsstoffe ermöglichen etwa die Entwicklung weiterer Nanokompositschichten in von Kohlenstoff freien quaternären Systemen – beispielsweise TiSiBN. Ergänzend dazu baut das Institut seine Kompetenzen in der elektrochemischen Charakterisierung aus, um das Korrosionsverhalten von Oberflächen frühzeitig bewerten und gezielt optimieren zu können. Mit der erweiterten Infrastruktur bietet IST demnach nun eine integrierte Entwicklungsplattform, auf der von der Idee über die Prozessentwicklung bis zur Validierung unter realistischen Bedingungen alles zu finden ist. Das Angebot verkürze Entwicklungszeiten und beschleunige den Transfer von hoch belastbaren Oberflächen in die industrielle Anwendung.

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