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Führung und Kultur sind in Osteuropa Schlüsselfaktoren

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Die Ergebnisse belegen den negativen Einfluss von politischer Instabilität, hoher Korruption und einer schwachen Wirtschaftspolitik. Das ist auch eine Erklärung für das negative Abschneiden von Weißrussland und Moldawien.

Die schlechte Beurteilung von Ungarn – fast die Hälfte der Befragten bestätigt eine sinkende Standortattraktivität – gibt Anlass zur Sorge. Die Gründe sind wohl in einer verfehlten Wirtschafts- und Strukturpolitik, dem notleidenden Staatshaushalt und in den politischen Spannungen auf nationaler und internationaler Ebene verhaftet. Zudem sorgen ungünstige Investitionsbedingungen für eine Zurückhaltung westlicher Unternehmen, abzulesen auch in den stagnierenden Direktinvestitionen aus Deutschland und Österreich.

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Region Osteuropa bleibt bis ins Jahr 2020 noch sehr heterogen geprägt

Die großen Hoffnungen auf die Öffnung und auf die Entstehung von stabilen Absatzmärkten haben sich noch lange nicht überall in Osteuropa erfüllt. Trotz der schrumpfenden Unterschiede sowohl innerhalb der osteuropäischen Länder als auch im Vergleich zu Westeuropa, bleibt die Region auch bis 2020 noch sehr heterogen geprägt. Somit stehen Unternehmer auch in den nächsten Jahren vor der strategischen Entscheidung individuell abzuwägen, welche Chancen und Risiken die einzelnen Länder Osteuropas bieten und wie Standorte bestmöglich in globale Footprint Szenarien eingebunden werden können.

Die Komplexität dieser Entscheidungen darf nicht den Blick auf die großen Potenziale verdecken, die Osteuropa bietet. Und zum Glück hat die Fähigkeit, Unterschiede auszuhalten, auf dem europäischen Kontinent eine große Tradition. MM

* Hans-Georg Scheibe ist Vorstand der ROI Management Consulting AG in 80636 München, Tel. (0 89) 12 15 90-0, kontakt@roi.de

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