Standort Für Metall- und Elektrounternehmen ist Deutschland unattraktiv

Quelle: Ibw 3 min Lesedauer

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Die Lage in der bayerischen Metall- und Elektro-Industrie hat sich im ersten Halbjahr 2024 weiter verschlechtert, wie die Ibw - Informationszentrale der Bayerischen Wirtschaft melden muss.

Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber-Verbände (bayme vbm), zur Lage der Branche: „Den Unternehmen geht es zunehmend schlechter. Deutschland wird immer unattraktiver. Das werden die Beschäftigten ausbaden!“(Bild:  Ibw)
Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeber-Verbände (bayme vbm), zur Lage der Branche: „Den Unternehmen geht es zunehmend schlechter. Deutschland wird immer unattraktiver. Das werden die Beschäftigten ausbaden!“
(Bild: Ibw)

Heute fand die Pressekonferenz zur Lage der Metall- und Elektrounternehmen in Deutschland statt. Die Erwartungen für die kommen den Monate und die Beschäftigungspläne der Unternehmen verharren im negativen Bereich. Zudem kommen immer weniger Aufträge hinzu und die Auftragsbestände schrumpfen von Monat zu Monat, wie Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme und vbm, heute in München im Rahmen einer Pressekonferenz für die Branche klarstellen musste. Somit bleiben die Geschäftserwartungen, ausgehend von einem niedrigen Niveau, per Saldo negativ. „Konjunkturschwäche und Standortprobleme gefährden mittlerweile die Zukunft unserer Industrie“, warnte Brossardt. Dazu kommt, dass eine Trendumkehr nirgends zu registrieren ist. Laut Brossardt verliert die Metall- und Elektrobranche zunehmend an Wertschöpfung im Inland. Und investiert werde überall, nur nicht in Deutschland. Das sind schlechte Aussichten! Brossardt weiter: „Dass wir ein massives Standortproblem haben, wurde in Berlin zumindest erkannt.“

Laut Umfrage hat sich die aktuelle Geschäftslage erheblich eingetrübt

Fast jedes zweite Unternehmen aus dem Bereich Elektro und Metall bewertet die eigene Lage als schlecht. Der Saldo hat sich seit Winter deutlich verschlechtert und liegt für das Inlandsgeschäft bei -31,7 Punkten. „Die Lage ist ernst, wir nähern uns den negativen Rekorden aus den Zeiten der Corona-Krise und der Finanz- und Wirtschaftskrise an“, befürchtet Brossardt. Im Auslandsgeschäft fiel der Saldo um 10,9 Punkte. Auch die Erwartungen für das kommende Jahr verharren im Negativen. Für das Inlandsgeschäft liegen sie bei -8,2 Punkten und für das Auslandsgeschäft bei -2,5 Punkten. Die schwache Konjunktur und die sich verschlechternden Standortbedingungen wirkten sich immer gravierender auf die Produktion aus. So gab der Saldo der Inlandsproduktion von -7,6 auf -27 Punkte nach und der Saldo der Auslandsproduktion fiel von 37,9 auf 7,1 Punkte. Brossardt dazu: „Zum Jahreswechsel hatten wir noch gehofft, dass die Produktion nur stagniert. Aktuell gehen wir davon aus, dass sie im Jahresdurchschnitt 2024 um zwei Prozent sinken wird.“

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