Standort

Für Metall- und Elektrounternehmen ist Deutschland unattraktiv

< zurück

Seite: 2/2

Anbieter zum Thema

Die Beschäftigten zahlen die Zeche für eine schlechte Industriepolitik

Die inländischen Investitionspläne der M+E Unternehmen sind weiter gesunken und liegen noch tiefer im negativen Bereich, wie Analysen beweisen. Nur noch 9 Prozent wollen deshalb die Investitionen in den kommenden Monaten erhöhen. Brossardt merkt an: „Besonders schwer wiegt, dass die Erweiterungsinvestitionen auf ein Allzeittief gesunken sind.“ Nur noch gut 12 Prozent aller Investitionen würden dafür aufgewendet. Der größte Teil gehe in Ersatzinvestitionen. Das ist für den Experten ein gefährlicher Mix für den Standort Deutschland, der große Sorge bereitet, weil das ein klares Indiz einer an Fahrt aufnehmenden De-Industrialisierung ist. Jedes dritte Unternehmen will deshalb lieber im Ausland investieren. Im Inland sind es nur noch 10 Prozent. Die Beschäftigungspläne der M+E Unternehmen haben sich also spürbar verschlechtert. Der Saldo fiel seit Winter von -5,1 auf -31,8 Punkte. Brossardt: „Bis Jahresende werden die Unternehmen rund 7.000 Stellen abbauen müssen.“ Die Beschäftigten zahlten jetzt die Zeche für die schlechte Industriepolitik der letzten Jahre. Das sind demnach hausgemachte Probleme, die nicht hätten sein müssen. Laut Umfrage sind die Arbeitskosten die schwerwiegendste Ursache für die schlechten Standortbedingungen. „Sieben Prozent mehr Entgelt, wie sie die IG Metall fordert, würden dieses Problem nur verschärfen“, betont Brossardt. Bereits der letzte Abschluss war der höchste Tarifabschluss seit 30 Jahren. Während die Tarifentgelte um 16 Prozent höher als 2018 liegen, liegt die Produktion 10 Prozent niedriger, wie der Experte klarstellt. So könne man die De-Industrialisierung nicht stoppen!

(ID:50102103)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung