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Krantechnik für Anlagen zur Feuerverzinkung
Verzinken ist ein seit Jahrhunderten bekanntes Verfahren für einen zuverlässigen Korrosionsschutz von Werkstücken und Bauteilen aus Eisen und Stahl. Beispiele sind Elemente für den Stahlbau, Strommasten, Leitplanken und Geländer, ebenso kleinere Werkstücke unterschiedlichster Art. Moderne Verzinkungsanlagen sind hochautomatisiert, was die Wettbewerbsfähigkeit dieses Verfahrens im Vergleich zu anderen Korrosionsschutzmethoden wie Farb- oder Lackauftrag erhöht und die Neuerrichtung oder Modernisierung von Verzinkereinen fördert.
Das Verzinken ist immer mit Bewegungsabläufen verbunden: Die Werkstücke durchlaufen dabei eine Reihe von Behandlungsstufen, angefangen von Bädern zur Reinigung und Vorbehandlung, gefolgt von dem eigentlichen Verzinkungsvorgang und abgeschlossen durch Bäder zur Nachbehandlung. Bei kleineren Werkstücken kommt bevorzugt die galvanische Verzinkung in einem Zinkelektrolytbad zur Anwendung, während große Werkstücke und ganze Bauteile bis zu einigen Tonnen Gewicht mittels Feuerverzinkung bei etwa 450 °C in geschmolzenem Zink behandelt werden. In allen Fällen ist eine moderne Transporttechnik für die Werkstücke mit entsprechender Automatisierung erforderlich, welche die seriell ablaufenden Tauchvorgänge im erforderlichen Takt und mit hoher Sicherheit und Verfügbarkeit steuert.
Profibus-Funkstrecke dient als Problemlöser
Scheffer Krantechnik ist ein mittelständisches Unternehmen, welches seinen weltweiten Kunden die gesamte Palette unterschiedlichster Krane zur Optimierung ihrer Produktionsabläufe bietet. Besondere Kompetenz und Akzeptanz am Markt besitzt Scheffer im Bereich der Transporttechnik für Anlagen zur Feuerverzinkung. Das Unternehmen ist ein weltweit führender Lieferant von Komplettanlagen einschließlich modernster Steuerung und hat auch die Möglichkeit, den Betrieb derartiger Anlagen zu simulieren.
Angesichts seiner Innovationsorientierung ist es verständlich, dass Scheffer Krantechnik zur Steuerung seiner Anlagen schon seit vielen Jahren die Feldbustechnik und da besonders den Profibus einsetzt. Angesichts der Problematik mit Kabeln und Schleifkontakten in Verbindung mit bewegten Anlagenteilen wurde seitens des Kranherstellers ebenfalls frühzeitig reagiert und ein Ersatz bestimmter Profibus-Kabelstrecken durch Profibus-Funkstrecken in Betracht gezogen. Nach intensiven Vorarbeiten entschied sich Scheffer 2003 für den Einsatz eines Funkmoduls aus dem Dataeagle-(DE-)Angebot der Schildknecht AG. Von den dort verfügbaren Varianten ist die Serie DE 3XXX auf die transparente Übertragung von Profibus-Daten unter Einsatz verschiedenen Funktechnologien ausgerichtet.
Zusammen mit dem Funkmodulhersteller führte der Kranhersteller ausführliche Erprobungen vor Ort durch, um den Einfluss bewegter und vorzugsweise metallischer Komponenten im Umfeld der Funkstrecke auf deren Verfügbarkeit zu testen. Im Ergebnis hat sich die Bluetooth-Funktechnik bei 2,4 GHz mit „Frequenz-Hopping“ zusammen mit konstruktiven Maßnahmen an der Anlage als besonders störsicher erwiesen. Das führte zur Entscheidung für das Modul DE 3702 und später 3703 in Kompaktversion; die Antennen sind getrennt von den Modulen montiert, unter anderem am Boden des Schaltschranks (Bilder 2 und 3).
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