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Qualitativ hochwertige Werkzeugmaschinenspindeln haben eine hohe Laufleistung, die je nach Art und Einsatz mehrere tausend Betriebsstunden betragen kann. Verschleiß lässt sich dennoch an verschiedenen Stellen nicht vermeiden, so auch an der Werkzeugaufnahme (Bild 1 und 2). Während des Betriebes durchzuführende Werkzeugwechsel verursachen Span- und Schmutzablagerungen an der Planfläche und am Werkzeugkegel, die dadurch allmählich abgenutzt werden.
Gibt es zu viele Beschädigungsmarken oder werden sie zu tief, ist ein hochpräziser und wiederholgenauer Einzug des Werkzeugs nicht mehr gewährleistet. Rundlauffehler beziehungsweise Unwucht sind die Folge, was zwangsläufig zu Qualitätseinbußen am Werkstück führt und bis zum Spindelausfall durch Beschädigungen der Spindellagerung führen kann.
Verkürzter Spannsatz kostet Geld
Fertigungsbetriebe reagieren darauf meist sehr schnell und schicken die Spindeleinheit zur Reparatur ein. Spätestens wenn zudem ein Lagerverschleiß vorliegt, soll das Problem der Werkzeugaufnahme gleich mit erledigt werden. Dies erfolgt im Regelfall durch ein Nachschleifen der Planfläche und des Aufnahmekegels. Aufgrund enger Toleranzen an der Schnittstelle ist dies jedoch nur sehr begrenzt durchführbar. Es besteht zwar die Möglichkeit, bei Unterschreitung gewisser Toleranzen einen verkürzten Spannsatz zu verwenden, was allerdings andere Nachteile mit sich bringt.
Zum einen kostet der verkürzte Spannsatz Geld. Und zum anderen besteht Verwechslungsgefahr beim Austausch während des Betriebes der Spindel, weil der Maschinenbediener oder das Wartungspersonal nicht unbedingt gleich erkennt, dass es sich um einen kurzen Spannsatz handelt. Wird dann (aus Gewohnheit) ein langer Spannsatz eingesetzt, kann zu wenig Einzugskraft vorhanden sein, die im schlimmsten Fall zu Beschädigungen der Spindel und/oder der Maschine führt.
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