Grindinghub 2026 Kombinierte Prozesse steigern die Effizienz beim Schleifen

Quelle: VDW / Autor: D. Heidecker 5 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Vom 5. bis 8. Mai findet wieder die Schleiftechnikmesse Grindinghub in Stuttgart statt, zu der der VDW recht herzlich einlädt. Wie es heißt, wird ein brandheißes Thema die Kombination von Schleifverfahren sein ...

Die Grindinghub wird Anfang Mai zeigen, wohin die Reise beim Schleifen geht. Diverse Aussteller, wie die Vollmer Werke Maschinenfabrik, setzen auf hybride Maschinen. Hier eine solche mit Doppelspindel für das Schleifen von PKD-Werkzeugen oben und das Erodieren unten ...(Bild:  Vollmer)
Die Grindinghub wird Anfang Mai zeigen, wohin die Reise beim Schleifen geht. Diverse Aussteller, wie die Vollmer Werke Maschinenfabrik, setzen auf hybride Maschinen. Hier eine solche mit Doppelspindel für das Schleifen von PKD-Werkzeugen oben und das Erodieren unten ...
(Bild: Vollmer)

Die Grindinghub 2026 präsentiert den aktuellen Stand der Schleiftechnik mit Schwerpunkten unter anderem auf hybride Bearbeitungssysteme und prozessübergreifende Effizienzsteigerung. In Stuttgart will man dazu diverse Fragen beantworten. Etwa, wie man Schleifen und Erodieren unter einen Hut bekommt, um von höherem Output und mehr Präzision zu profitieren, oder wann es sinnvoll ist, auch den Laser mit ins Boot zu holen. Damit will die Messe den Weg in die vernetzte, ressourcenschonende und hochpräzise Fertigung der nächsten Generation weisen, wenn es um das Schleifen geht. Besonders eindrucksvolle Beispiele dafür, wohin die Reise beim Schleifen geht, werden von den Ausstellern Vollmer Werke Maschinenfabrik aus Biberach, von Liebherr-Verzahntechnik aus Kempten und von United Machining Solutions Management aus Bern in der Schweiz präsentiert.

Je mehr Prozesskombinationen, desto mehr Fertigungseffizienz

Wenn es um die Herstellung von Zerspanungswerkzeugen geht, so streben die betreffenden Unternehmen immer produktivere Möglichkeiten an, um auch individuelle Werkzeuge automatisch anfertigen zu können, wie Tobias Trautmann, der Geschäftsführer von Vollmer Werke Maschinenfabrik registriert. Sein Unternehmen will das mit unterschiedlichen Schärftechniken unterstützen, die nicht nur ultraharte Schneidstoffe präzise in Form bringen können, sondern mithilfe von digitalen Möglichkeiten und künstlicher Intelligenz (KI) auch noch die Fertigung an sich optimieren. Vollmer zeigt in diesem Zusammenhang das Portfolio an Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen, mit denen man eben ultraharte Schneidstoffe (Hartmetall und PKD = polykristalliner Diamant, CVD-Diamant = Chemical Vapour Deposition oder PcBN = polykristallines kubisches Bornitrid) bearbeiten kann. Und mit Blick auf mehr Effizienz sind es vor allem auch hybride Maschinen, mit denen Werkzeuge schneller und mit höherer Qualität geschärft werden können. Das zeigt sich beispielsweise bei Vollkopf-PKD-Werkzeugen mit komplexen Geometrien. Denn in einer Aufspannung lassen sich die Konturen ins Hartmetall schleifen und auch noch die Schneidkanten am PKD-Kopf erodieren. Dieses Konzept verkürzt nicht nur die Haupt- und Nebenzeiten, sondern gestaltet auch den Übergang zwischen PKD-Kopf und Hartmetallrohling so gut wie nahtlos – ohne Unebenheiten oder Stufen befürchten zu müssen. Mit Schleifmaschinen sind Werkzeughersteller bekanntlich in der Lage, alle Schneidkanten aus Hartmetall oder PcBN mit Diamantscheiben zu schärfen. Lassen sich Werkzeuge jedoch nicht oder nur eingeschränkt schleifen, greift man zu Erodier- oder Lasermaschine. Der Laser etwa hat dabei den Vorteil, dass er sich – im Gegensatz zum Erodieren – auch bei elektrisch isolierenden Materialien einsetzen lässt. Weil beim Erodieren und der Laserbearbeitung die Schneidkanten kontaktlos bearbeitet werden, kommt es im Gegensatz zur Schleifscheib nicht zum Verschleiß des Bearbeitungssystems und die Werkzeugfertigung verläuft ohne signifikante thermische Beeinflussung ab.

Bildergalerie

Schleifmaschine sollten von Haus aus vernetzbar sein

Unabhängig von der Schärftechnologie verfolgt Vollmer auch noch die Philosophie, dass sich Maschinen stets zur automatisierten Werkzeugbearbeitung in 24/7-Schichten eignen sollten. Zentrale Robotersysteme steuern dabei Beladewagen, Palettenlader oder Kettenmagazine. Sie kontrollieren auch die vollautomatische Komplettbearbeitung. Für mehr Automatisierungseffizienz sorgen derzeit vor allem digitale Tools, weshalb Vollmer seine Maschinen serienmäßig mit IoT-Gateways ausstattet, um sie mit ihren digitalen Umgebungen vernetzbar zu machen. Über eine zentrale IT-Plattform werden dabei Daten von unterschiedlichen Maschinen erfasst, verarbeitet und verwaltet. Gestützt auf KI-basierte Algorithmen informiert ein Chatbot über Dokumentationen oder historische Daten, um Anfragen zu Maschinenauslastung, Anzahl produzierter Werkzeuge oder Fehlteilen zu beantworten. „Um unsere Maschinen noch effizienter zu machen, arbeiten wir intensiv mit Kunden, Industriepartnern und Forschungseinrichtungen zusammen“, informiert Ralf Großhauser, Geschäftsführer der Vollmer-Gruppe. So arbeitet man im Bereich Schleiftechnologien etwa mit der Hochschule Furtwangen zusammen, wo Vollmer ein Teil eines Netzwerkes aus rund 30 Unternehmen ist, um gegenseitig Wissen auszutauschen und neue Impulse für zukünftige Innovationen zu erhalten.

(ID:50679203)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung