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Kombinierte Prozesse steigern die Effizienz beim Schleifen

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70 Prozent mehr Schleifproduktivität aus der Schweiz

Ein Beispiel aus der Schleiftechnik für „intelligent“ kombinierte Hybridtechnologien ist die Wiredress-Technologie von Studer, einem Unternehmen von United Machining Solutions Management. Denn sie ist integriert in die hochpräzisen CNC-Schleifmaschinen für das Außenrund- und (neu) auch für das Innenrundschleifen. Durch komplette Integration der elektroerosiven Abrichttechnologie entfällt dabei das manuelle Demontieren und Wiedereinstellen der Schleifscheibe für den Abrichtprozess. „Beim Wiredress-Verfahren werden metallgebundene Diamant- oder CBN-Schleifscheiben mittels Draht in der Maschine abgerichtet, profiliert und geschärft“, erklärt Christoph Plüss, CTO der United Machining Solutions Management AG, die Elektroerosion in dieser Hinsicht. Der Abrichtvorgang kann sogar bei maximaler Arbeitsgeschwindigkeit der Schleifscheibe erfolgen. Das spart massiv Nebenzeiten ein. Und besonders beim Schleifen von hochlegierten, gehärteten Stählen, Hartmetallen und Keramiken, bei denen metallgebundene Schleifscheiben zur Anwendung kommen, bietet Wiredress enorme Vorteile, wobei man mit einer massiven Produktivitätssteigerung rechnen kann – im Idealfalls sind es 70 Prozent, so die Experten.

Neues für die Hartfeinbearbeitung von Innenverzahnungen

Innenverzahnungen lassen sich nach dem Härten – abhängig vom geforderten Qualitätsniveau – mit verschiedenen Verfahren bearbeiten. Dazu gehören etwa Honen, Profil- oder Wälzschleifen, Hartschälen oder das Harträumen. Jedes Verfahren bringt aber spezifische Stärken und Grenzen mit sich. Das Hartschälen überzeugt durch hohe Wirtschaftlichkeit, versagt jedoch bei sehr hohen Präzisionsanforderungen. Das Profilschleifen ist sehr präzise, aber dafür langsam und teuer, weshalb es für die Großserienfertigung nur eingeschränkt attraktiv ist. Mit dem sogenannten Skivefinishing meistert Liebherr-Verzahntechnik aus Kempten aber genau diesen Spagat. Das Verfahren kombiniert nämlich die Kinematik des Wälzschälens mit einem abrichtfreien, galvanisch belegten Werkzeug, was das Ganze hochwertiger macht als es beim Hartschälen möglich ist. Und das bei gleichzeitig kürzeren Prozesszeiten und geringeren Kosten als beim Profilschleifen. Mit anderen Worten: Skivefinishing vereint die Flexibilität des Schälens mit den Vorteilen der CBN-Hartfeinbearbeitung! Haider Arroum, Bereichs- und Standortleitung Werkzeuge bei Liebherr-Verzahntechnik, merkt noch an: „Dabei lassen sich durch gezielte Wahl der CBN-Korngrößen optimale Rauheitswerte und wirtschaftliche Prozesse erreichen.“

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Mehr Effizienz durch verschränkungsfreies Wälzschleifen

Erhebliche Effizienzgewinne werden zudem nun auch beim verschränkungsfreien Wälzschleifen erreicht. Mit der Weiterentwicklung dieses Verfahrens hebt Liebherr-Verzahntechnik sowohl die Wirtschaftlichkeit als auch die Qualität bei der Hartfeinbearbeitung auf eine neue Stufe. Die Bearbeitungszeiten beim Einsatz abrichtbarer Schleifschnecken wurden nahezu auf das Niveau konventioneller Verfahren gesenkt – selbst bei asymmetrischen Verzahnungen. Gleichzeitig gestatten optimierte Shiftmethoden die Integration von Feinschleifen oder Polieren in einem Arbeitsgang. Die Technologie eignet sich für ein breites Anwendungsspektrum: von Getriebekomponenten für die E-Mobilität bis hin zu Spezial- und Schwerlastgetrieben. „In Kombination mit der – von unseren Kunden immer wieder hervorgehobenen – hohen Steifigkeit unserer Maschinen bieten wir einen messbaren Mehrwert bei Effizienz und Präzision und damit einen klaren Wettbewerbsvorteil“, betont Fabian Stadelmann, Manager für Technologieentwicklung bei Liebherr-Verzahntechnik, zum Abschluss.

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