Zerspanung Groß-Bearbeitungszentrum fertigt Walzenkörper sehr genau
Für die Bearbeitung der Seitenteile von sogenannten Bandagen, dem Walzenkörper eines Verdichtungsgeräts, kommt ein Bearbeitungszentrum mit 1600 mm × 1250 mm Aufspannfläche zum Einsatz. Es steigert im Vergleich zu den bisherigen Bohrwerken die Produktivität und sorgt für Qualitäten IT5 bis IT6.
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Ein umfassendes Programm an Verdichtungsgeräten, die vom Garten- und Landschaftsbau über den kompletten Verkehrswegebau bis zum schweren Dammbau eingesetzt werden, bietet Bomag, die Bopparder Maschinenbau-Gesellschaft mbH. Für Boden- und Asphaltverdichtungsaufgaben kommen zumeist Vibrationswalzen zum Einsatz, die zum einen durch das Eigengewicht der Walze von meist über 6 t und zum anderen durch Vibrationen die Verdichtung beeinflussen. Das Herzstück einer solchen Maschine ist der mit einem Erregersystem ausgestattete Walzenkörper – im Fachjargon Bandage genannt. Sie gehört bei Bomag zu den strategischen Kernkompetenzen und wird daher selbst hergestellt.
Es werden rund 15.000 Bandagen pro Jahr produziert
Um beste Produktionsbedingungen sicherzustellen, errichtete das Unternehmen Anfang 2013 eine neue Halle, die sogenannte Bandagenfabrik. Dort werden rund 15.000 große und kleine Bandagen pro Jahr produziert, Tendenz steigend. Bomag-Fertigungsleiter Kai Riedel erklärt: „Die Bandagenfabrik ist in unserem Sprachgebrauch eine Fertigungsinsel. Das heißt, dass dort ein Produkt – in diesem Fall die Bandage – in unterschiedlichen Ausprägungen und Baugrößen einbaufertig hergestellt wird.“
Die einzelnen Produkte durchlaufen in der neuen Bandagenfabrik verschiedene Stationen. Am Halleneingang werden das Blech für Bandagenmantel und Seitenteile sowie alle An- und Einbauteile angeliefert. Dazu zählen insbesondere die Komponenten für den hydraulischen Antrieb der Bandage und des Erregersystems. Das Blech durchläuft eine Strahlanlage und wird dann, metallisch blank, nach Klein- und Großbandagen getrennt in mehreren Linien rundgebogen. Anschließend verschweißen Roboter die Längsnaht. Dann werden die Seitenteile, auch Tellerscheiben genannt, eingeheftet und rundnahtverschweißt. Damit ist der Stahlbau der Bandage abgeschlossen.
Bei Asphaltwalzen wird der komplette Mantel inklusive Längsnaht überdreht
Je nach späterem Einsatz der Bandage folgen weitere Bearbeitungsschritte. Für eine Asphaltwalze wird der komplette Mantel inklusive Längsnaht überdreht. Denn dort sind höhere Rundheits- und Oberflächenqualitäten erforderlich als bei einem Walzenzug, der im Erdbau verwendet wird und nur mit Schotter und Erde in Berührung kommt. Dafür ist kein Überdrehen erforderlich. Lediglich die Längsnaht wird eingeebnet.
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