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In der nächsten Fertigungsstation werden die Seitenteile bearbeitet. Es wird ein Spiegel angefräst und ein entsprechendes Lochbild eingebracht, um die Hydraulikkomponenten verschrauben zu können. Außerdem wird die Bohrung für die Aufnahme der Achse auf das geforderte Passungsmaß ausgespindelt. Danach durchläuft die Bandage noch die Lackiererei und schließlich die Vormontage, in der die Antriebe und alle Hydraulikkomponenten eingebaut werden, so dass eine fix und fertig einbaufähige Bandage die Halle in Richtung Endmontage verlässt.
Technische Verfügbarkeit von mindestens 95 %
Besonders anspruchsvoll ist die Bearbeitung der Tellerscheiben, die bereits in der Bandage fest verschweißt sind. Um technisch und wirtschaftlich auf höchstem Niveau agieren zu können, stattete Bomag diesen Bereich mit zwei runderneuerten Bohrwerken und einem neuen Bearbeitungszentrum HEC 1600 Athletic der Heckert GmbH, Chemnitz, aus, das im April 2013 parallel zum Einzug in die neue Halle in Betrieb genommen wurde.
Riedel begründet die Investition: „Jeder Fertigungsbereich muss dem Vergleich mit externen Anbietern technisch und wirtschaftlich standhalten können. Daher stellen wir gerade bei Neuanschaffungen hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit und vergleichen die Marktangebote genau.“ So sollte das neue horizontale Bearbeitungszentrum insbesondere eine höhere Produktivität als die beiden vorhandenen Bohrwerke und eine technische Verfügbarkeit von mindestens 95 % aufweisen. Zudem sollte die Maschine voll gekapselt und eine Absaugung für die Aerosoldämpfe vorhanden sein. Eine große Rolle spielte auch die Programmierung. „Da wir in der Bandagenfabrik stark werkstattorientiert arbeiten, favorisierten wir eine Heidenhain-CNC, die in unseren Augen die beste Werkstattprogrammierung bietet“, erklärt der Fertigungsleiter und ergänzt: „Für den Bereich zentrale Zerspanung haben wir eine eigene Programmierabteilung, die offline arbeitet. Daher gelten für die dort eingesetzten Steuerungen andere Maßstäbe.“
Horizontal-Bearbeitungszentren haben einen modularen Aufbau
Frank Schemmer, Inhaber des gleichnamigen Ingenieurbüros und für Bomag zuständiger Heckert-Vertreter, ist sich der speziellen Anforderungen bewusst. Mit dem Groß-Bearbeitungszentrum HEC 1600 P 150 konnte er eine Maschine anbieten, die sich durch ein sehr weitgehendes Baukastenkonzept genau auf die Aufgaben in der Bandagenfabrik konfigurieren ließ.
Alle Horizontal-Bearbeitungszentren der HEC-Baureihe zeichnen sich durch ihren modularen Aufbau aus, der die Hauptgruppen, die Funktionselemente für Werkzeug- und Werkstückhandling, die Ausführung der Arbeitsspindel und die CNC-Steuerung umfasst. Der leistungsstarke Hauptantrieb sorgt für ein hohes Zeitspanvolumen. Dynamische Verstellachsen sowie ein schneller Werkzeugwechsel senken die unproduktiven Nebenzeiten. „Damit erreicht die HEC 1600 die geforderte höhere Produktivität im Vergleich zu den beiden Bohrwerke“, argumentiert Schemmer.
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