Zerspanung

Groß-Bearbeitungszentrum fertigt Walzenkörper sehr genau

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Das Bearbeitungszentrum mit 1600 mm × 1250 mm Aufspannfläche erfüllt auch die anderen Anforderungen wie die hohe Verfügbarkeit und wird von einer Heidenhain iTNC 530 gesteuert, die sich einfach vor Ort programmieren lässt. Zusammen mit dem kompakten thermosymmetrischen Maschinenaufbau, den Profilschienenführungen und digitalen AC-Vorschubantrieben in allen Linearachsen legt sie die Basis für die Präzisionsbearbeitung. Gangolf Wobido, der zum Führungsteam der Bandagenfabrik gehört, ist vom Heckert-Bearbeitungszentrum überzeugt: „Abgesehen von einem anderen neuen, aber wesentlich kleinerem Bearbeitungszentrum ist die HEC 1600 die genaueste Maschine in der gesamten Bandagenfabrik. Mit ihr erreichen wir mühelos die Qualität IT5 bis IT6, wie wir sie für unsere Asphaltbandagen benötigen.“ Er weist darauf hin, dass sich die Genauigkeit der Maschine noch in anderer Weise bezahlt macht: „Dadurch müssen wir manche Passungen nicht mehr ausspindeln, sondern können sie zirkular fräsen. Das ist kostengünstiger, bei den Bohrwerken jedoch aufgrund der geringeren Genauigkeit nicht möglich.“

Ausfahrbare Pinole sorgt für Stabilität und vermeidet Vibrationen

Außerdem konnte die HEC 1600 den Wunsch nach einer NC-gesteuerten Pinole erfüllen, mit der Bomag tief in die Bandagen hineinfahren kann, um beispielsweise die Achsbohrung auszuspindeln. Wobido erklärt: „Mit der ausfahrbaren Pinole können wir in den meisten Fällen kurze Werkzeuge einsetzen. Ansonsten wären für die Innenarbeiten sehr lange Werkzeuge notwendig, die zu starken Vibrationen neigen, was sich bei der Arbeit in einem Resonanzkörper besonders nachteilig bemerkbar macht.“

Selbst schwingungsgedämpfte Bohrstangen stießen bei der Bearbeitung der Seitenteile an ihre Grenzen, so dass der Bomag-Fachmann resümiert: „Die Ergebnisse mit Pinole sind deutlich besser und insgesamt kostengünstiger. Schließlich können wir bei einer Pinole mit relativ günstigen Standardwerkzeugen arbeiten und benötigen keine teuren modularen Werkzeuge. Somit rechnet sich die höhere Grundinvestition gegenüber hohen Verbrauchskosten.“

Eine Betrachtungsweise, die auch Fertigungsleiter Riedel teilt: „Den letztendlichen Ausschlag pro Heckert gab das Gesamtpaket und das Preis-Leistungsverhältnis. Heckert hatte mit der HEC 1600 unser Lastenheft am besten getroffen und insgesamt auch bezüglich des Preises die Nase vorn.“

Zwar lassen sich auf der HEC 1600 größenbedingt nicht alle Bandagen bearbeiten, was den Verantwortlichen von vorneherein bewusst war. Sie lasten die Maschine seit ihrer Inbetriebnahme mit Bauteilen aus, bei denen die hohe Produktivität voll zur Geltung kommt. Die restlichen Arbeiten übernehmen die beiden retrofitteten Bohrwerke, die dafür noch gut geeignet sind. Riedel denkt praktisch: „Solange das gegeben ist, werden wir sie auch nicht ersetzen. Sollten sie dann doch in die Jahre kommen oder eine weitere Kapazitätssteigerung notwendig werden, wäre Heckert einer der ersten Ansprechpartner.“ Schließlich gibt es von Heckert noch größere Maschinen, etwa die HEC 1800 oder die BHC-Baureihe. MM

* Wolfgang Klingauf ist Inhaber der Agentur k+k-PR GmbH, in 86157 Augsburg.

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