Hartdrehen Hartdrehen bietet günstige Alternative zum Schleifen

Redakteur: Peter Königsreuther

Viele Branchen wie etwa der Autombilbau, setzen verstärkt auf sogenannten Hightech-Werkstoffe, um langlebigere Komponenten herzustellen und die steigenden Sicherheitsanforderungen zu erfüllen. Für die Endbearbeitung bereits gehärteter Materialien bietet Emag eine Maschine für das Hartdrehen an. Ein Verfahren, das wesentlich schneller zu hochgenauen Werkstücken führen soll als das übliche Schleifen.

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(Bild: Emag)

Schon heute stecken jede Menge Hightech-Werkstoffe in unseren Pkw. Sie sorgen einerseits für hohe Sicherheit und Langlebigkeit der Komponenten, anderseits senken sie mit zumeist niedrigem Gewicht den Verbrauch. Um bei ihrer Bearbeitung wirtschaftliche und hochgenaue Prozesse sicherstellen zu können, kommt es auf die eingesetzte Anlagentechnik und die Wahl des Verfahrens an. Für die Oberflächenbearbeitung von bereits gehärteten Werkstoffen ist dabei das Hartdrehen eine besonders effiziente Möglichkeit, die übliche Bearbeitungszeit mittels Schleifen und die Investitionskosten signifikant zu verringern.

Schleifen oft teurer als Hartdrehen

Mit der VL 5 bietet Emag jetzt eine speziell auf das Hartdrehen ausgerichtete Anlage an, um die Bedingungen, denen Zulieferer und Fertigungsbetriebe unterliegen, leichter zu erfüllen. Allerdings ist das bei der Oberflächenbearbeitung von bereits gehärteten Werkstoffen besonders schwierig umzusetzen. Das dabei zumeist angewendete Schleifverfahren braucht Zeit und zugleich verursacht es relativ hohe Werkzeug- und Energiekosten.

Das Hartdrehen liefert im Vergleich zum Schleifen, identische Oberflächenqualitäten und die Prozesskette in der Produktion soll sich damit um einen ganzen Schritt verkürzen lassen. Nicht zuletzt sind Drehmaschinen im Verhältnis zu Schleifmaschinen deutlich günstiger und ihr laufender Energieverbrauch ist in der Regel geringer. Weil beim Hartdrehen keine Kühlschmiermittel verwendet werden müssen, schont das Verfahren außerdem die Umwelt und spart auch noch Entsorgungskosten.

Anlagenkonzept sorgt für Vorteile beim Hartdrehen

Passgenaue Anlagenkomponenten sind bei dem vertikalen Drehzentrum VL 5 für die qualitativ hochwertigen Bearbeitungsergebnisse verantwortlich, wie es heißt. Speziell die hohen Belastungen auf Werkzeug und Drehmaschine während des Prozesses, können die konstruktiven Anlagendetails gut ausgleichen. So wurde das Maschinenbett außerdem aus Mineralit gefertigt, denn dieser Polymerbeton hat ein achtfach besseres Schwingungsverhalten als der übliche Grauguss. „Eine schwingungsarm ausgelegte Drehmaschine führt direkt zu einer besseren Oberflächengüte und außerdem steigt die Standzeit der Werkzeuge“, erklärt Dr. Guido Hegener, Geschäftsführer der Emag.

Für wirtschaftliche Prozesse sorgt auch die vertikale Bauweise der VL 5: Die Werkstückspindel mit dem Bauteil wurde oberhalb des Werkzeuges platziert und garantiert den störungsfreien Fall der Späne. Der abgetragene Werkstoff wird mit einem Späneförderer aus der Drehmaschine geschleust. Alle Führungen liegen gut geschützt gegen Späne und Schmutz oberhalb und damit außerhalb des Arbeitsraumes. Dies gewährleistet die dauerhafte Präzision sowie die Prozesssicherheit und reduziert den Wartungsaufwand.

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