Dr. BOY

Heikle PEEK-Mikroteile prozesssicher Spritzgießen

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Hochpreisiges PEEK erfordert abfallfreies Spritzgießen

Aufgrund der recht hohen Materialpreise der Polyetherkethone ist gerade bei medizintechnischen Anwendungen eine weitestgehend abfallfreie Produktion anzustreben. Heißkanalwerkzeuge oder Werkzeuge, die mit kompakten Angusssystemen (Formteil- und Kavitätenzahlabhängig) auskommen, sind vorzuziehen. Werkzeuge mit kleinen Kavitätenzahlen sieht man deshalb häufig, was oft auch durch komplexe Formteilkonturen erforderlich wird. Entsprechend niedrige Schussgewichte führen zu kleinen Plastifiziereinheiten, so dass man aus diesen Gründen oft kleine Spritzgießmaschinen in der PEEK – Verarbeitung bevorzugt. Auch in diesem Punkt überzeugen die kompakten Spritzgießautomaten des Herstellers aus Neustadt-Fernthal. Mit der BOY XS und der neuen BOY XXS stehen den Anwendern für diese Aufgaben adäquate und effiziente Verarbeitungsmaschinen zur Verfügung.

Bei PEEK gilt es Scherbelastungen zu minimieren

In der Verarbeitung zeigt sich, dass das Material zwar thermisch recht robust ist, aber Scherbelastungen durchaus zu Materialschädigungen führen können. Sehr kleine Anschnitte und dünnwandige Stege können unter bestimmten Umständen die Ursache von Verfärbungen sein, die auf Materialschädigungen schließen lassen. Gerade in der Medizintechnik sind deshalb dunkle Spots ein direktes Ausschusskriterium.

Für den Verarbeiter bedeutet dies, dass die idealen Einspritzbedingungen gefunden werden müssen und diese prozesssicher konstant zu halten. Die Maschine sollte deshalb im optimalen Arbeitsbereich laufen. Sind diese Verarbeitungsbedingungen entsprechend gegeben, ist der eigentliche Spritzgießprozess dann relativ unspektakulär.

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