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Dr. BOY Heikle PEEK-Mikroteile prozesssicher Spritzgießen

| Redakteur: Peter Königsreuther

Polyetherkethone (PEEk) stellen eine Kunststoffgruppe dar, die hervorragende mechanische Eigenschaften auch bei hohen Temperaturen aufweisen. Zwei Spritzgießautomaten von BOY können die Hersteller nun bei der Fertigung präziser PEEK-Teile mit dünnen Wänden bestens unterstützen. BOY stellt außerdem auf der Fakuma aus – und zwar in Halle A7 am Stand A7101.

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Kleinstteile mit dünnen Wänden, wie diese Diodenhalter aus PEEK stellen, die Fertigungskunst auf die Nagelprobe! Mit der BOY XS und der neuen BOY XXS stehen den Anwendern für diese Aufgabe nun adäquate und effiziente Verarbeitungsmaschinen zur Verfügung.
Kleinstteile mit dünnen Wänden, wie diese Diodenhalter aus PEEK stellen, die Fertigungskunst auf die Nagelprobe! Mit der BOY XS und der neuen BOY XXS stehen den Anwendern für diese Aufgabe nun adäquate und effiziente Verarbeitungsmaschinen zur Verfügung.
(Bild: BOY )

Die hohe Festigkeit von PEEK bietet bei kleinen, dünnwandigen Bauteilen, die oft auch hohe Belastungen ertragen müssen, eine wichtige Voraussetzung für eine einwandfreie Funktion, so BOY. Auch die hervorragende Biokompatibilität sei in diesem Zusammenhang nicht zu unterschlagen. Deswegen eignet sich das Material auch zur Fertigung hoch belastbarer Implantate, wie BOY erklärt.

PEEK-Spritzgießen klappt nur unter hohen Temperaturen

Dass bei der Verarbeitung dieses hochwertigen Materials sowohl an den Verarbeiter als auch an die Maschine gewisse Anforderungen gestellt werden müssen, scheint nach Aussage der Experten aus Fernthal nur logisch. Denn das Temperaturniveau bei der Verarbeitung liege an der oberen Grenze des in der Kunststoffverarbeitung Üblichen. Die Plastifiziereinheit der Spritzgießmaschine arbeitet nämlich im Temperaturbereich um die 400 °C und auch das Spritzgießwerkzeug wird auf Temperaturen um die 200 °C gebracht. Das Vortrocknen geschieht meist jenseits der 150 °C. Oft sind deshalb Modifikationen an der Spritzgießmaschine und den Peripheriegeräten nötig, um im Produktionsbetrieb Schäden durch die Abwärme zu vermeiden. Für diese Anwendung wurde ein PEEK von Solvay Ketaspire KT 880 natur eingesetzt, dass von der Albis Plastic GmbH zur Verfügung gestellt wurde.

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Kleine Plastifiziereinheiten sorgen für gute Voraussetzungen

Die Plastifiziereinheit sollte laut BOY den Fertigungsbedingungen angepasst sein. Dem Durchsatz entsprechend müsse die geeignete Größe gewählt werden, wobei zu beachten sei, dass das hohe Temperaturniveau prozesssicher erreicht würden, das Material darf aber auch nicht zu lange im Plastifizierzylinder verweilen, wie BOY ergänzt. Sehr gute Ergebnisse konnten, wie es heißt, mit den kleinen Plastifiziereinheiten der Spritzgießautomaten BOY XS und BOY XXS erzielt werden. Dabei wurde konsequent auf die langjährigen Erfahrungen aus dem Mikrospritzguss sowie der Fertigung komplexer Kleinteile zurückgegriffen. Insbesondere die Gestaltung von Schneckenvorraum und Düse eigne sich sehr gut für die Verarbeitung von Hochtemperatur-Thermoplasten, wie PEEK. Mit einem möglichst geringen Schneckengangvolumen werde die Verweilzeit in den kleinsten Plastifizierzylindern der BOY-Spritzgießautomaten deutlich minimiert. So lassen sich diverse Materialien auch bei hohen Temperaturen ohne thermische Schädigungen verarbeiten, betont BOY.

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