Arbeitssicherheit Hinter Schloss und Riegel und gefangen im virtuellen Käfig
In der Regel arbeiten Roboter hinter materiellen Schutzzäunen oder abgeschirmt von Schutzmaßnahmen. Der einstmals eherne Grundsatz, dass Roboter und Menschen stets in getrennten Bereichen agieren müssen, gilt aber längst nicht mehr. Sicherheitssteuerungen machen Begegnungen ohne Kollisionen möglich.
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Die meisten Roboter, die auf der diesjährigen Automatica zu sehen sein werden, auf der 6. Internationalen Fachmesse für Automation und Mechatronik, verrichten ihre Arbeit „hinter Schloss und Riegel“. Sie sind durch einen Schutzzaun abgesichert, der mit Schutztüren ausgestattet ist, um etwa Wartungs- und Reinigungsarbeiten ausführen zu können (Bild 1).
Für die Überwachung der Türstellung verwendet man meist Sicherheitszuhaltungen, die den Zutritt zum Gefahrenbereich verhindern, während die Roboter aktiv sind. Im Trend sind integrierte Lösungen mit Türgriff und Türanschlag sowie weiteren Zusatzfunktionen wie etwa einer Hilfsentriegelung, die das Öffnen der Schutztür bei ausgefallener Stromversorgung ermöglicht (Bild 2).
Fluchtentriegelung, dient zum Öffnen der Schutztür von innen
Eine weitere sinnvolle Zusatzfunktion ist die Fluchtentriegelung, die als sogenannter Panikgriff zum Öffnen der Schutztür von innen dient, wenn versehentlich Personal im Gefahrenbereich eingeschlossen sein sollte (Bild 3). Außer der bewährten Elektromechanik wird auch berührungslos wirkende Technik genutzt – etwa Sensoren. Bei den Sicherheitszuhaltungen der Baureihe AZM 200 übernimmt ein „Coded Safety Sensor“ (CSS) die Detektion der Stellung der Schutztür sowie des Betätigers der Sicherheitszuhaltung.
In der neuesten Generation von Sicherheitszuhaltungen mit der Bezeichnung AZM 300 kommt eine sicherheitsgerichtete RFID-Sensorik zum Einsatz, mit der sich verschiedene Stufen der Codierung realisieren lassen. Dadurch lässt sich der Grad des Manipulationsschutzes nach individuellen Anforderungen auswählen.
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