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Um die Neuanschaffung auch besonders rentabel zu machen, entschieden sich die Projektverantwortlichen von Mehrer dazu nicht nur die reinen Maschinen zu beschaffen, sondern auch in ein Einebenen-Verkettungssystem zu investieren.
Aus diesem Grund schafften die Verantwortlichen ein komplettes Fertigungssystem aus zwei hochdynamischen Bearbeitungszentren des Typs MCX 750 von Burkhardt + Weber (Bild 2) an. Die Anlagen verfügen über 800 mm × 800 mm messende Paletten, tragen ein maximales Werkstückgewicht von 1500 kg und verfügen über einen Störkreis von 1400 mm.
Jede der beiden MCX 750 leistet 52 kW und generiert ein maximales Drehmoment von 1650 Nm bei 100 % ED. Außerdem handelt sich bei den gewählten Anlagen um besonders präzise und zuverlässige Bearbeitungszentren. Diese Spezifikationen sorgen beim Kompressorenhersteller jetzt für einen deutlichen Sprung in Sachen Bearbeitungseffizienz: Eine weitere Forderung des Mehrer-Lastenheftes konnte so erfüllt werden.
Durch den stabilen Aufbau der Maschinenachsen können auch sehr hohe Zerspanungskräfte problemlos über die leistungsstarken Bearbeitungseinheiten übertragen werden. So bestehen etwa die X- und Z-Achse aus einer steif verrippten Schweißkonstruktion mit hochgezogenen Stehwänden. Diese Konstruktion nimmt die während der Bearbeitung auftretenden dynamischen und statischen Lasten besonders gut auf.
Ein großes Werkzeugmagazin reduziert Durchlaufzeit um über 25 %
Damit unter Umständen auch Schwingungen und Vibrationen, die bei harter Fräsbearbeitung entstehen können, zuverlässig absorbiert werden, besteht der Maschinenständer der MCX 750 aus Grauguss. Der Gussständer wurde für diese Aufgabe schwer und thermosymmetrisch ausgelegt. Mithilfe von FEM-Berechnungen wurde er konstruiert und seine dämpfenden Eigenschaften optimiert.
Das Werkzeugmagazin wurde mit jeweils 210 Plätzen pro Bearbeitungszentrum konfiguriert. Jeder der Werkzeugplätze kann ein maximales Werkzeuggewicht von 60 kg tragen.
Die Werkzeuge dürfen dabei eine Gesamtlänge von maximal 750 mm haben. Durch die hohe Anzahl an zur Verfügung stehenden Werkzeugplätzen entfällt das bisherige häufige Umrüsten der Werkzeugsätze. Jetzt nimmt das Magazin so viele Werkzeug auf, dass annähernd das gesamte Werkstückspektrum von Mehrer bearbeitet werden kann. Ein Ausschleusen über die Be- und Entladestation ist nur noch nötig, wenn die Standzeit abgelaufen ist oder wenn Wartungsarbeiten an Sonderwerkzeugen erforderlich sind – wobei diese dann hauptzeitparallel stattfinden. Die Durchlaufzeiten der Werkstücke konnten im Idealfall um 30 % gesenkt werden. Die Produktionskapazität stieg um 25 %.
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