Fertigungssysteme

Hochdynamische Bearbeitungszentren verkürzen die Kompressorherstellung

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Bei dem Einebenen-Verkettungssystem entschied sich Mehrer für einen Typ mit zehn Ablageplätzen und zwei unabhängigen Rüstplätzen (Bild 3). Beide Rüstplätze sind elektrisch drehbar, um das Auf- und Abrüsten ergonomisch zu gestalten. Die Anlage lässt sich dann während der Tagschicht bereits parallel für einen mannlosen Nachtbetrieb vorrüsten. So kann die gesamte Vorbearbeitung der Kompressorengehäuse in der Nachtschicht durchgeführt werden.

Die implementierte Leittechnik führt und unterstützt den Anlagenverantwortlichen dabei, die Anlage immer optimal auszunutzen. Zusätzlich bietet die Leittechnik die Möglichkeit dazu, die gesamte Vorausplanung der Produktion mit Start- und Endterminen vorzugeben, zu überwachen und auch statistisch auszuwerten.

Das Interpolationsdrehen schafft zusätzlichen Zeitvorteil

Mit dem neuen Fertigungssystem von Burkhardt + Weber konnten die drei veralteten Bearbeitungszentren bei Mehrer ersetzt und die Fertigungskapazität über die Erwartungen erhöht werden. Durch die hohe Maschinenleistung und den großen Anteil an hauptzeitparallel stattfindenden Prozessen konnten die Durchlaufzeiten um über 25 % gesenkt werden, wobei auch ein Palettentransportshuttle hilft (Bild 4 und 5).

Einen erheblichen Anteil an den kürzeren Bearbeitungszeiten trägt das Interpolationsdrehen: ein neues, nur an hochdynamischen Maschinen einsetzbares Verfahren. Dabei wird das Werkzeug mit einer Schneide durch eine Interpolationsbewegung der X- und Y-Achse entlang der vorgegeben Kontur bewegt. Durch diese Interpolationsmöglichkeit kann der Anwender in aller Regel Bauteile wie kürzere Flansche, Lagersitze und Planflächen besonders wirtschaftlich und ressourcenschonend bearbeiten.

* Michael Wiedmaier ist Vertriebsleiter bei der Burkhardt + Weber Fertigungssysteme GmbH in 72760 Reutlingen.

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