Gestellwerkstoffe

Hochleistungs-Zementbeton verleiht Maschinenbetten Präzision

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Kostengünstige Komponenten mit anerkannten Testergebnissen

Obwohl Hochleistungsbeton auf kalthärtenden Gießmassen basiert, hat er schon fast keramische Eigenschaften. Holz- und Kunststoffformen lassen sich leicht mit den Gießmassen füllen. Sie sind selbstverdichtend, das heißt ohne Rütteln selbstentlüftend (Bild 2). Ausgehärteter Beton ist nicht brennbar und nicht entflammbar. Das Recycling ist unproblematisch. Als Trennmittel eignen sich nicht nur Mineralöle, sondern auch biologisch abbaubare Emulsionen auf Pflanzenbasis. Zur Reinigung der Verarbeitungsanlagen und -werkzeuge wird einfach Wasser verwendet, es ist kein Lösemittel notwendig. Inzwischen gibt ein umfangreiches, preiswertes Sortiment an Maschinen- und Anlagenkomponenten zur Herstellung und Verarbeitung von Hochleistungsbeton mit anerkannten Testergebnissen und Bemessungsverfahren, zum Beispiel für Transportanker. Diese Anker haben die Prüfungen der Berufsgenossenschaft bestanden.

Präzision der Montageflächen zeigt Genauigkeit des Abgusses

Die erzielbare Genauigkeit des Abgusses hängt nicht nur von der Maßgenauigkeit der Form ab, sondern auch vom Kriech- und Schwindungsverhalten des Materials. Bild 3 zeigt eine Bohrständerhalterung mit einer Abweichung von lediglich 0,1 mm über 2 m Länge. Aufgrund dieser Genauigkeit wurden die Linearführungsschienen direkt auf den unbearbeiteten Beton der Halterung aufgeschraubt. Ein weiteres Anwendungsbeispiel für hochgenaue Komponenten aus Hochleistungsbeton ist die Laserhalterung in Bild 4. Bei diesem Bauteil beträgt die Wanddicke 8 mm.

Der Werkzeugmaschinenbau benötigt jedoch eine hohe Ebenheit, eine hohe Planparallelität sowie eine hohe Rechtwinkligkeit der rechteckigen oder linienförmigen Montageflächen. Die Abweichung darf maximal 5 µm betragen. Dazu kommt eine hohe Lagegenauigkeit der Gewindehülsen. Sie müssen bis auf 0,1 mm genau in die Montageflächen eingearbeitet werden. Dies lässt sich durch einbetonierte und mit Ankern versehenen Stahlplatten erreichen, die in einem Metallbearbeitungszentrum gefräst, geschliffen und gebohrt werden (Bild 5). Eine Alternative dazu ist die Bearbeitung – Fräsen, Schleifen und Läppen – der Steinoberfläche in einem spezialisierten Natursteinbetrieb (Bild 6) sowie das Abformen der Komponenten mit einer Epoxidharzauffütterung gegen eine hochpräzise Lehre.

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