Schleifmaschinen

Höhere Produktivität beim Schleifen von Gasturbinenschaufeln

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Man sei mit der Leistung der ersten beiden Makino-Bearbeitungszentren zufrieden, die sich als zuverlässig erwiesen, produktiver als Tiefschleifmaschinen seien und die Ausschussrate verringerten, wie Barnes weiter sagte: „Mithin haben wir uns entschieden, bei der gleichen Technologie zu bleiben, nachdem wir den neuen Auftrag für die Bearbeitung von Gasturbinenschaufeln gewinnen konnten.”

Umrüsten herkömmlicher Schleifmaschinen dauerte lange

Bei herkömmlichen Schleifmaschinen dauert das Umrüsten auf ein neues Arbeitslos nach Ansicht von Craig Barnes lange, sie tendieren dazu, Kühlmittellecks und Probleme mit den Kühldüsen zu entwickeln und können auch in anderer Hinsicht problematisch sein, beispielsweise durch häufige Alarmmeldungen. Nichts davon trifft für das Viper-Schleifverfahren auf Bearbeitungszentren von Makino zu, bei denen es sich von Anfang an um verlässliche Produktionszentren handelt.

Nach dem einmaligen Einrichten einer nach dem Viper-Verfahren arbeitenden Schleifmaschine lassen sich mehr Bearbeitungsschritte durchführen. Das reduziert die Anzahl der Aufspannungen des Werkstücks, erhöht die Genauigkeit und führt zu weniger Ausschuss. Ein einzelner Bearbeitungsvorgang auf einer Makino- A55 erfordert üblicherweise vier Einrichtschritte, wenn nicht mit dem Viper-Verfahren gearbeitet wird.

Kürzere Fertigungs- und Einrichtzeiten mit Viper-Schleifmaschinen

So erfordert beispielsweise das herkömmliche Schleifen eines Tannenbaum- und Fußflächenprofils einschließlich aller Umfassungsausprägungen bei einem Gussteil aus Nickellegierung vier getrennte Arbeitsgänge auf einer CNC-Schleifmaschine und verlangt zudem ein erhebliches Maß an Handhabungszeit. Die gleiche Schaufel wird aufgrund der höheren Abtragungsleistung auf einer Makino A55 oder G5 in zwei Arbeitsgängen wesentlich schneller fertig gestellt – die Einrichtzeiten sind kürzer, es sind weniger Arbeitsschritte erforderlich.

Die durchschnittliche Losgröße auf diesen Schleifmaschinen liegt bei etwa 300 mit monatlichen Wechseln, auch wenn ein Bearbeitungsjob von Triebswerksschaufeln auf der A55 bei einer Rate von 220 Teilen pro Woche neun Monate lang kontinuierlich lief. Bei der Bearbeitung größerer Schaufeln auf der A99e sind die Stillstandszeiten beim Wechsel kürzer, weil das Aufspannen der Werkstücke offline und die Bestückung mit aufgespannten Schaufeln per Roboter erfolgt.

Weitere Zerspanwerkzeuge können auf den neuen Schleifmaschinen eingesetzt werden

Bei zwei der Schaufelbauformen ist bei einer Schaufel pro Turbinensatz in begrenztem Umfang Fräsen und Bohren erforderlich, damit anschließend eine interne endoskopische Überprüfung vorgenommen werden kann. Das verweist auf einen weiteren nützlichen Vorteil des Viper-Schleifverfahrens auf einem Bearbeitungszentrum, nämlich dass andere zerspanende Werkzeuge vom gleichen Werkzeugmagazin aus eingewechselt werden können, das die profilierten Schleifräder kleinen Durchmessers aufnimmt.

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