Antriebe für Werkzeugmaschinen

Hohe Drehzahl oder hohes Drehmoment? Beides!

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Schaltung ermöglicht Kraftfluss je nach Gangstellung

Dank Planetenbauweise benötigen die Zweigang-Schaltgetriebe wenig Platz. Der Anbau erfolgt direkt an alle AC-, DC- und Normmotoren in Flanschbauform. Darüber hinaus zeichnet sich das autarke Getriebe mit zwei elektromagnetischen Getriebeschaltungen für Antriebs- und Abtriebsseite mit verschleißfreier Endlagenüberwachung aus. Es wird keine Abdichtung an der Motorseite benötigt. Die Montage gestaltet sich einfach und der Wirkungsgrad ist hoch.

Eine kurze Betrachtung der konventionellen Anwendungen soll die Entscheidung zur Entwicklung eines neuen Getriebestandards in der Werkzeugmaschinenanwendung verdeutlichen. Werkzeugmaschinengetriebe mit platzsparendem Planetentrieb zur Drehmomentsteigerung sind durch ihre zentrische Bauweise generell auch für hohe Drehzahlen geeignet.

Jedoch beschränken die bisher angewandten Konstruktionen von Zweiganggetrieben die hohen Drehzahlen, da im Direktgang i = 1:1 (Gangstufe 2; Motordrehzahl = Getriebeabtriebsdrehzahl) der komplette Planetentrieb mit Sonnenrad, Planetenrädern und -träger sowie Hohlrad angetrieben wird, obwohl dieser eigentlich nur für die Übersetzung (Gangstellung 1) benötigt wird. Ein deutlicher Unterschied zu den hier vorgestellten Getrieben. Durch die hohen Rotationsmassen werden die Schwingwerte nachteilig beeinflusst. Zudem verlängern sich die Beschleunigungszeiten bis zur Maximaldrehzahl.

Schwingwerte für die Genauigkeit der zu bearbeitenden Teile maßgeblich verantwortlich

Zum Übertragen von hohen Drehmomenten in Übersetzung sind große Durchmesser am Abtrieb erforderlich, was einerseits die Rotationsmassen vergrößert und große Dichtdurchmesser bedingt. Dies wirkt sich nachteilig auf die Getriebetemperatur aus, da die Reibleistung mit Durchmesser und Drehzahl überproportional steigt. Als markantes Merkmal dient die Primär- und Sekundärschaltung, um den Kraftfluss je nach Gangstellung zu steuern.

In Werkzeugmaschinen sind die Schwingwerte für die Oberflächen und die Temperaturen für die Genauigkeit der zu bearbeitenden Teile maßgeblich verantwortlich und damit entscheidend für die Qualität. Die Verwendung von Riemen bei hohen Drehzahlen ist technisch und wirtschaftlich kaum realisierbar, auch gesetzlich vorgeschriebene Geräusch-emissionswerte sind nicht einzuhalten. Ein direkter Anbau des Getriebes an die Spindel (inline) ist möglich, wobei Kühlflüssigkeiten, Emulsionen, Öle oder Luft durch eine Hohlwelle durch das Getriebe (HWG) geleitet werden.

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