Ventiltechnik Hohe Oberflächengüte verlängert Standzeit von Sitzventilen

Redakteur: Frank Fladerer

Platz ist im Maschinen- und Anlagenbau ein knappes Gut – besonders, weil bei den meisten Bauteilen mechanische Zuverlässigkeit die oberste Priorität hat. Bei der Weiterentwicklung von pneumatischen zu elektropneumatischen Ventilen ist Findigkeit gefragt, denn die dazu benötigten Steuerventile sind bislang eher größere Bauteile. Außerdem ist eine hohe Lebensdauer der Ventile wichtig.

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Fluide wie Dampf, Reinigungsmittel, Druckluft oder Vakuum sind in den meisten Produktionslinien zwingend erforderlich. Sie müssen sekundengenau im Takt der Maschinen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig haben die Konstrukteure die Aufgabe, die Leitungen und Ventile immer Platz sparender anzuordnen. Eine Schlüsselrolle bei der Verkleinerung können Stellventile für elektropneumatische Ventile spielen.

Steuerventil mit nur 19 mm Höhe

Die Buschjost-Schwester FAS hat für die Buschjost-Ventilbaureihe 84180/84190 das Picosol, ein Steuerventil mit 19 mm Bauhöhe, entwickelt. Das elektromagnetisch betätigte 3/2-Wege-Pilotventil ist zusammen mit dem Sitzventil 84 mm hoch (Bild 1). Die Ansteuerung kann sowohl von einer Ventilinsel erfolgen als auch mit einem kleinen 3/2-Wege-Magnetventil, das mit dem Antrieb verbunden ist.

Die Ventilfunktionen wurden bei der Baureihe auf ein Minimum reduziert. Unerwünschte Verwirbelungen, laminare und turbulente Strömungen wurden bei der Konstruktion minimiert. Das aus PPS-Kunststoff gefertigte Steuerventil spricht nach Angabe des Herstellers innerhalb von 8 bis 15 ms an.

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