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Wachsende Stückzahlen bedeuten zudem sinkende Preise, sinkende Preise zunehmende Akzeptanz. Dies trifft auf alle Projekte im Bereich der Elektromobilität zu: vom E-Bike, über den Hybriden und Plug-in-Hybriden bis hin zum Elektrofahrzeug. Kostenreduktion steht daher im Bosch-Lastenheft ganz oben.
Entwicklung der Lithium-Ionen-Batterie schreitet voran
Insbesondere die Batteriekosten sind für den Erfolg elektrifizierter Antriebe ein entscheidender Faktor. SB LiMotive, das Joint Venture von Bosch mit Samsung SDI, visiert bis 2015 einen Preis von 350 Euro pro Kilowattstunde an, bis 2020 sollen es 250 Euro sein.
Auch technisch werden die Lithium-Ionen-Zellen immer ausgereifter. Wesentliche Parameter wie Energie- und Leistungsdichte sowie die kalendarische Lebensdauer und Zyklenfestigkeit werden Schritt für Schritt verbessert. Bis 2015 wird eine 35 kWh-Batterie von SB LiMotive eine Reichweite von 200 km erzielen können und eine Lebensdauer entsprechend dem Anspruch der Automobilindustrie von wenigstens zwölf Jahren haben.
In den drei Jahren seit seiner Gründung konnte SB LiMotive mit heute rund 850 Mitarbeitern mehrere bedeutende Kunden gewinnen. So wird das Unternehmen Lithium-Ionen-Zellen für den BMW i3 und den 1er Active-E liefern.
Zellenfertigung soll bis 2015 auf vier Gigawattstunden pro Jahr hochgefahren werden
Im elektrisch angetriebenen Fiat 500 EV wird ein komplettes Batteriesystem von SB LiMotive die Energie bereitstellen. Außerdem hat ein US-Konsortium von Chrysler, GM und Ford einen Auftrag in Höhe von 8,4 Millionen US-Dollar für die Entwicklung von Lithium-Ionen-Batteriezellen und -systemen an SB LiMotive vergeben.
Bis 2015 plant SB LiMotive im koreanischen Ulsan die Kapazität der Zellenfertigung auf gut vier Gigawattstunden pro Jahr hochzufahren – ausreichend für rund 180 000 Elektrofahrzeuge. Da immer mehr europäische Automobilhersteller eine Zusammenarbeit mit SB LiMotive planen, wird voraussichtlich nach 2013 auch in Europa eine Fertigung aufgebaut.
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