Antriebssysteme

Hybridkonzepte von Bosch sollen Weg zur Elektromobilität ebnen

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Parallel-Vollhybridtechnik bei namhaften OEM im Einsatz

Seit 2010 liefert Bosch die Parallel-Vollhybridtechnik für Porsche Cayenne und Volkswagen Touareg sowie zwischenzeitlich auch für den Porsche Panamera. In diesem Jahr startet PSA mit dem Peugeot 3008 Hybrid4, dem ersten Dieselhybrid weltweit, ausgestattet mit der Axle-Split-Hybrid-Technik von Bosch. Bis 2013 geht Bosch bei zwölf Autoherstellern in 20 Projekten mit Kernkomponenten wie E-Maschine, Leistungselektronik oder Batterietechnik in Serie.

Die Daimler AG und die Robert Bosch GmbH arbeiten zudem an der Gründung eines Joint Ventures, in dem Elektromotoren entwickelt und gefertigt werden sollen. Das Unternehmen mit dem Namen EM-Motive GmbH wird ab dem Jahr 2012 die Traktionsmaschinen für Elektrofahrzeuge der Marken Mercedes-Benz und smart liefern. Der Ver-trieb an Dritte wird über Bosch erfolgen.

Plug-in-Hybrid als vielversprechende Antriebslösung

Ein besonders interessantes Konzept stellt der Plug-in-Hybrid dar. Er ist grundsätzlich gleich aufgebaut wie die bereits genannten Systeme, lässt sich dank entsprechendem Ladegerät jedoch auch an jeder Haushaltssteckdose aufladen und verfügt über eine Batterie mit größerer Kapazität. Dadurch erhöht sich die rein elektrisch zu fahrende Distanz des Hybridfahrzeugs auf rund 40 km pro Batterieladung.

In städtischen Ballungsgebieten ist damit über Wochen hinweg ein umweltfreundliches, rein elektrisch und lokal emissionsfreies Fahren möglich. Gleichzeitig lassen sich mit einem Plug-in-Hybriden auch lange Distanzen verbrennungsmotorisch zurückzulegen – etwa wenn es in den Urlaub geht.

Kostenreduktion ist Schlüssel zum Erfolg

Technisch betrachtet ist der Schritt vom Hybrid zum Elektroauto zwar nicht sehr groß, doch auf der Kostenseite stehen noch große Herausforderungen an. Bosch rechnet damit, dass im Jahr 2020 ein Elektrofahrzeug rund 45% teurer sein wird als ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrennungsmotor. Ein wesentlicher Aspekt bei Weiterentwicklung und Produktion von Komponenten für elektrische Antriebe stellt daher die Reduzierung der Systemkosten dar.

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