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Die konstruktive Auslegung und Implementierung von Hybridlagern in konkrete Anwendungen ist immer noch schwierig. Grundsätzlich gilt: Konventionelle Lager können durch baugleiche Hybridlager ersetzt werden! Nur für den Fall, dass die bisher verwendeten Stahllager statisch überlastet sind, funktionieren Hybridlager nicht besser. In allen anderen Fällen können Stahllager bedenkenlos substituiert werden.
Hybridwälzlager – die Alternative im Hochgeschwindigkeitsbereich
Leider geben die heutigen Grundlagen zur Lebensdauerberechnung keinen wirklichen Aufschluss über das enorme Potential von Hybridwälzlagern. In der aktuellen DIN 281, Beiblatt 5:2011, wurde definiert, dass für Hybridwälzlager trotz geringerer statischer Tragzahl, die für die Lebensdauerbe-rechnung wichtige dynamische Tragzahl mit der von Stahllagern faktisch gleichgesetzt wird. Rechnerisch ergeben sich daher nahezu identische Lebensdauern. Man ist also weiterhin, insbesondere in technischen Bereichen abseits von üblichen Betriebsparametern, auf Erfahrungswerte und allgemeine Auslegungsrichtlinien für Hybridlager angewiesen.
Hybridwälzlager haben sich vom Nischendasein zur echten Alternative für problematische Lagerstellen entwickelt. Neben Werkzeugmaschinenspindeln, insbesondere im Hochgeschwindigkeitsbereich, wo Hybridlager schon lange etabliert sind, finden sich in vielen Industriebereichen Anwendungen, in denen Hybridlager konventionelle Lager substituieren.
Der nächste, konsequente Schritt ist die Berücksichtigung der besonderen Eigenschaften von Hyb-ridwälzlagern bereits in der Design- und Konstruktionsphase. Dort ergeben sich dann bereits in der Konzeptfindung interessante Lösungen, die sich mit qualitativ hochwertigen Hybridwälzlagern erheblich leichter verwirklichen lassen.
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