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Im 3D-Druck steckt mehr

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Große Chancen durch neues Denken

Im additiven Fertigungsprozess wird nun nur das geschädigte Material entfernt. So kann die ursprüngliche Version des Bauteils nicht nur repariert, sondern auch verbessert werden, wie Anwendungen bei der Siemens Industrial Turbomachinery AB zeigen. Dieser Instandhaltungsweg wäre auf klassische Weise nicht möglich.

Bei der Betrachtung dieser und anderer Beispiele offenbart sich, dass man durch additive Fertigungsverfahren in vielen Technikbereichen neue Lösungen ersinnen und Bauteilen sofort auch eine gewisse Funktionalität verleihen kann, die mit anderen Methoden nur durch ergänzende Bearbeitungsschritte möglich werden oder gar nicht möglich sind. Die Vor­aussetzungen dazu sind ein exzellentes Werkstoffwissen und ein Überdenken der klassischen Fertigungsstrukturen. Wer sich schließlich auf alternative Wege einlässt, erhält als Lohn dann manchmal einen noch relativ wettbewerbsfreien Markt, in den er hineinstoßen kann.

Ähnlich wie beim renommierten amerikanischen Institut MIT aus Cambridge mit seinen schon legendären Laboratorien zu diesem Thema gibt es in Deutschland inzwischen eine große Zahl an Instituten und Universitäten, die entsprechende Ausbildungs- und Forschungsmöglichkeiten anbieten. Aus diesem Grund ist auf diesem Gebiet in den nächsten Jahren ein weiterer Innovationsschub zu erwarten. MM

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