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Deprag Schulz

In 6 Schritten zum richtigen Pneumatikantrieb

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In den Herstellerkatalogen basieren die Leistungsangaben auf unterschiedlichen Betriebsdrücken. Bei der Deprag sind dies 6 bar. Steht in der Anwendung jedoch nur ein Fließdruck von 5 bar direkt am Motor an, dann verliert der Motor 23 % seiner Leistung. Stehen nur 4 bar an, verringert sich die Leistung des Motors um 45 %. Ein abweichender Betriebsdruck ist so entscheidend, dass dieser bereits bei der Auslegung anhand der Korrekturtabelle berücksichtigt werden muss. Als nächstes wird die Zuluftmenge sichergestellt, die in den Herstellerangaben durch den Luftverbrauch spezifiziert ist. Jede Reduktion des Öffnungsquerschnitts, sei es durch den Zuluftschlauch selbst, durch Anschlussstücke, Filter, Öler aber auch durch den Abluftschlauch und Schalldämpfer wirkt sich auf die Luftmenge aus. Deshalb empfiehlt Deprag zur Regelung der Drehzahl eine Abluftdrosselung vorzusehen, denn durch eine Zuluftdrosselung reduziert sich die Drehzahl des Motors aber gleichzeitig auch das Drehmoment. Bei einer Abluftdrosselung hingegen kann man die Drehzahl des Motors ohne große Verluste des Drehmoments herabsetzen und den weiten Arbeitsbereich eines Druckluftmotors besser ausnutzen. Die optimale Lebensdauer und Leistung eines Druckluftmotors wird bei geöltem Betrieb (1-2 Tropfen Öl auf 1 m³ Luftverbrauch) erreicht. Bei ölfreiem Betrieb ist dagegen ein Leistungsverlust von 10-20 % einzurechnen.

4. Druckluftmotor in das Gesamtsystem der Maschine integrieren

Ist der richtige Motor gefunden, gilt es diesen im nächsten Schritt in die eigene Konstruktion zu integrieren. Deprag bietet hierzu verschiedenste Spindelvarianten und individuelle Befestigungsmöglichkeiten. Eine Gesamtlösung ist oft kostengünstiger als selbst nach einer Getriebelösung zu suchen. Im Deprag-Motorenprogramm finden sich zahlreiche Luftmotoren mit integriertem Planeten-, Schnecken- oder Stirnradgetriebe. Ist zusätzliche Sicherheit nötig, empfiehlt sich auch die Verwendung einer zusätzlichen Haltebremse. Dafür stehen Bremsmotoren zur Verfügung, für den Einsatz im explosionsgeschützten Bereich auch mit der dafür erforderlichen Atex-Zulassung (Bild 4). Mit der technischen Überprüfung der maximal zulässigen Axial- und Radialbelastung an der Abtriebspindel des Druckluftmotors schließt die Integration ab.

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