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Deprag Schulz

In 6 Schritten zum richtigen Pneumatikantrieb

| Autor/ Redakteur: Dagmar Dübbelde / Stefanie Michel

Ist der Konstrukteur auf der Suche nach dem geeigneten Pneumatikantrieb für seine Anwendung, muss er grundlegende Überlegungen anstellen. Einfach ist es nicht und deshalb soll ein Leitfaden in 6 Schritten die Auslegung des richtigen Motors erleichtern, ohne Zuführungen und Anschlüsse zu vergessen.

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Bild 1: Für jede Anwendung den richtigen Pneumatikantrieb finden: beispielsweise abgedichtete Druckluftmotoren für den Einsatz unter Wasser.
Bild 1: Für jede Anwendung den richtigen Pneumatikantrieb finden: beispielsweise abgedichtete Druckluftmotoren für den Einsatz unter Wasser.
(Bild: Deprag)

Drehmoment und Drehzahl festlegen, einen Druckluftmotor aus dem Katalog eines Anbieters auswählen und die Baugröße und Anschlüsse an die eigene Maschine abklären – fertig? So einfach ist es nicht; das böse Erwachen folgt, wenn der Druckluftmotor nach der Installation nicht die gewünschte Leistung bringt. Die Fehlersuche vor Ort kann Wochen dauern, im schlimmsten Fall muss der gesamte Antrieb neu ausgelegt und angeschafft werden. Da kann es sich lohnen, bereits die Auslegung des Antriebs mit einem Spezialisten durchzusprechen.

Deprag hat deshalb einen einfachen Leitfaden entwickelt, bei dem in 6 Schritten bei der Auswahl eines Druckluftmotors nichts vergessen wird. Eigentlich ist das nicht schwer, aber es gibt gerade in der Pneumatik viele Faktoren, die die Leistung des Druckluftmotors entscheidend beeinflussen. Wählt man bei der Installation des Motors beispielsweise einen zu kleinen Zuluftschlauch, so wird das Drehmoment des Motors deutlich herabgesetzt. Zudem weiß das Unternehmen, dass der Entwickler bei der Konstruktion seiner Maschine nicht zwingend an Zu- und Abluftschläuche oder gar Steckverbinder zwischen Filtereinheiten und Öler denkt. Aber genau diese Drosselstellen entscheiden letztendlich, ob die Maschine später auch richtig arbeitet und der Motor das gewünschte Drehmoment liefert.

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1. Antriebssystem für die Anwendung bestimmen

Doch wie sehen die Schritte zur Auslegung des richtigen Motors aus? Zunächst wird das Antriebssystem bestimmt, das für die Kundenanwendung am besten geeignet ist. Druckluftmotoren sind in vielfältigen Ausführungsvarianten erhältlich. Ihre Anwendung und die vorgesehene Betriebsdauer sind bei der Auswahl des richtigen Grundprinzips von entscheidender Bedeutung. So eignet sich ein Druckluftlamellenmotor für regelmäßige Einschaltzyklen. Möchte man diesen Non-Stop betreiben, muss man den Verschleiß der Lamellen und entsprechend kurze Wartungsintervalle berücksichtigen. Zahnradmotoren und Turbinen sind dagegen wartungsfrei und damit für den Dauerbetrieb besser geeignet. Hierbei ist wiederum abzuwägen, welche Drehzahlen in der Anwendung gewünscht sind. Turbinen und Zahnradmotoren drehen im oberen Drehzahlbereich bis etwa 140.000 min-1. Druckluftlamellenmotoren sind dagegen bis zu sehr kleinen Drehzahlen, beispielsweise 1 min-1 erhältlich. Ein ölfreier Betrieb ist bei allen drei Antriebsprinzipien möglich. Beim ölfreien Betrieb eines Lamellenmotors muss bei der Auslegung des Pneumatikmotors lediglich ein Leistungsverlust berücksichtigt werden.

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