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PTC Forum Europe 2018

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Mit Augmented Reality den aktuellen Herausforderungen begegnen

AR ist bei PTC inzwischen die vierte große Business Unit neben CAD (Creo), PLM (Windchill) und IoT (Thingworx), die zugehörige Marke ist Vuforia. Die Leitung hat Mike Campbell als Executive Vice Director für Augmented Reality (AR) übernommen. Im AR-Bereich hat PTC eine Partnerschaft mit Microsoft geschlossen, um dessen Hololens-Hardware nutzen zu können. PTC sieht AR als Medium, um drei Herausforderungen zu begegnen:

  • dem immer drängenderen Facharbeitermangel,
  • den komplexer werdenden Produkten und Arbeitsumgebungen, die immer mehr Know-how erfordern, und
  • den steigenden Anforderungen der Kunden.

AR ermögliche es, neue Mitarbeiter schneller produktiv zu machen und Außendienstmonteure zu unterstützen, indem man ihnen einen erfahrenen Experten zur Seite stellt, der über die AR-Brille aus der Ferne helfen kann. So lässt sich das im Unternehmen vorhandene Wissen effizienter nutzen.

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Das entsprechende Produkt nennt sich Vuforia Chalk: Der Experte bekommt das Bild der Kamera der AR-Brille oder auch eines Tablets oder Smartphones übertragen und kann darauf Anmerkungen anbringen, beispielsweise wichtige Bauteile oder Schrauben markieren, und schrittweise Anweisungen geben. Das System ist bidirektional, der Werker vor Ort kann ebenfalls Anmerkungen anbringen, um beispielsweise eine Frage zu illustrieren.

AR-Anwendungen aus der CAD-Software erzeugen

Während Vuforia Chalk die interaktive Zusammenarbeit ermöglicht, bietet Vuforia Studio die Möglichkeit, Wartungs-, Fertigungs-, Montage- und andere Anleitungen mit AR-Unterstützung zu erstellen. Die Experiences – so nennt PTC die an einen Anwendungszweck angepassten AR-Anwendungen – lassen sich direkt aus Creo und Windchill heraus erzeugen, beispielsweise indem das CAD-Modell des Produkts in Vuforia Studio importiert wird und dort als Grundlage für die Erstellung der AR-Anwendung dient. Übrigens bietet PTC mit Vuforia-Engine-Entwicklern auch direkten Zugriff auf die AR-Engine in Vuforia. So lassen sich eigenständige AR-Applikationen programmieren.

AR ist keine Zukunftstechnologie, sondern tatsächlich schon in der Praxis angelangt, vor allem in den letzten zwölf Monaten sah Campbell einen massiven Wandel von Pilotprojekten zur Integration von AR in reale Prozesse. Als Beispiel wurde BAE Systems genannt, ein Unternehmen, das unter anderem hybride Busantriebe entwickelt und fertigt. Das Unternehmen stellt seinen Mitarbeitern und Kunden AR-basierte Serviceanleitungen zur Verfügung und konnte mit dieser Technologie seine Servicekosten drastisch reduzieren, die Montagezeiten halbieren und die Kosten in diesem Bereich auf ein Zehntel reduzieren.

* Ralf Steck ist freier Fachjournalist. Weitere Informationen: Libby Fink, Parametric Technology GmbH in 71065 Sindelfingen

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