Koordinatenmesstechnik

In sieben Schritten zum schnelleren Messprozess

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Schritt 1: Diamanttaster erhöhen den Durchsatz beim Messen

So klein und unscheinbar die Kugel an der Spitze eines Messtasters dem Laien auch scheinen mag, für die Qualität des Messprozesses ist sie maßgebend. Besteht die Tastkugel, die bei der Messung über das Werkstück gleitet, aus Rubin oder Siliziumnitrid, verliert sie mit der Zeit an Rundheit. Deshalb müssen Anwender derartige Taster regelmäßig reinigen. Und wenn sie mit extremen Materialien wie Keramik und Aluminium arbeiten, dann bleibt ihnen nur, die Taster alle paar Wochen zu ersetzen. Während des Auswechselns und erneuten Einmessens wird das Gerät jedoch nicht produktiv genutzt. Um diesen Zeitpunkt so lange wie möglich herauszuzögern, verzichten Anwender vielerorts auf das durchgängige Scannen ihrer Bauteile, weil die Messung von Einzelpunkten den Taster weniger schnell verformt. Doch im Vergleich zum Scanvorgang, der in kurzer Zeit eine große Zahl an Messdaten generiert, erhöht die wesentlich langsamere Einzelpunktmessung die Messunsicherheit, weil, um Zeit zu sparen, in der Regel nur wenige Punkte gemessen werden.

Aus diesem Dilemma befreien Tastkugeln aus Diamant oder mit einer speziellen Diamantbeschichtung. Denn weil an deren Oberfläche kein Material haften bleibt und keine Abnutzung auftritt, entfällt die turnusmäßige Reinigung der Taster. Auch das Auswechseln ist überflüssig, denn die Taster behalten jahrelang ihre ursprüngliche Form. Und weil das Scannen von Werkstücken sich nicht mehr nachteilig auf die Genauigkeit auswirkt, ist es unnötig, die Messpunkte einzeln zu erfassen. Der Durchsatz steigt bei einer erhöhten Messsicherheit.

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