Längenmessung Induktives Messsystem von Amo ist für Wege bis 30 m geeignet

Redakteur: Udo Schnell

Das österreichische Messtechnik-Unternehmen Amo Automatisierung Messtechnik Optik GmbH, stellt auf der AMB 2010 ein induktives Längenmesssystem für Messlängen bis 30 m vor.

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Das geführt-gekapselte LMI-310 besteht den Angaben zufolge aus einer Führungsschiene in Einzelstücken mit einer Länge bis 4 m, die insgesamt zu 30 m langen Messsystemen zusammensetzbar sind. An der Oberseite der Schienenstücke befindet sich jeweils eine Nut, in die nach der Montage ein durchgehendes Maßband eingelegt wird. Ein Abdeckband aus Federstahl, das auf der Oberseite der Schiene einschnappt, verschließe diese Nut dann sicher.

Bauart ist auf einfache Montage und Demontage ausgelegt

Außer der sicheren Befestigung gewährleiste diese Montageart auch, so das Unternehmen weiter, eine wiederholte, einfache Montage und Demontage. Dies sei besonders in großen Maschinen wichtig, die zur Auslieferung nach der ersten Inbetriebnahme wieder auseinander gebaut werden. Die Montageelemente gleichen Anbautoleranzen und Parallelitätsfehler, die durch den Anbau entstehen, aus. Sie bieten eine steife Ankopplung der Messsysteme in Längsrichtung, heißt es weiter.

Einsatz unter rauen Bedingungen ist ohne Zusatzmaßnahmen möglich

Der Abtastkopf, ausgeführt in Schutzart IP67, befindet sich im Messwagen, der ihn über die Führung bewegt. Messkopf und Führungselemente sind gleichermaßen durch Abstreifer geschützt. Das erlaubt laut Amo im Gegensatz zu optoelektronischen Messsystemen den Einsatz unter rauen Umweltbedingungen ohne zusätzliche aufwändige Maßnahmen. Aufgrund eines in die Schiene integrierten Streckmechanismus für das Maßband, können alle systematischen Längenfehler der Achse mechanisch kompensiert werden.

Führungsschienen können zusätzlich beschichtet werden

Das induktive Messsystem sei hinsichtlich der Robustheit gegen Verschmutzungen durch Staub und Flüssigkeiten, wie sie in Werkzeugmaschinen vorkommen, optischen, aber auch magnetischen Prinzipien überlegen. Werde besonderer Korrosionsschutz benötigt, sei eine optionale Chrom-Beschichtung der Führungsschienen möglich.

Die Referenzmarken sind bereits im Maßband integriert und können laut Amo einfach, mehrfach oder abstandskodiert ausgeführt sein. Letzteres erfordere lediglich eine kurze Referenzfahrt über einen Teil der Messstrecke, was bei den langen Messwegen, für die das LMI-310 vorgesehen ist, einen Vorteil biete. Optional könne das Messsystem auch mit Endlagensignalen geliefert werden.

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