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Leichtbau-Oldie optimiert modernen Leichtbau
Das CFK-Preform, das das ITA bei diesem Thema präsentiert, besteht aus einem Carbon-Multiaxial-Gelege, das durch expandiertes Polystyrol (EPS) umgeformt worden ist, um die 3D-Drapierqualität zu optimieren. Durch die schonende, textilgerechte Umformung durch die Kraft der Schaumexpansion könnten Preforms mit erhöhter Qualität entstehen. Erstmalig, erklärt Sven Schöfer, der Ansprechpartner zu diesem Thema, wurde die Schaumexpansion dafür genutzt, um Preforms so umzuformen, dass die Drapierqualität im Vergleich zur klassischen Stempelumformung deutlich verbessert wird.
Die Vorteile des so umgeformten CFK-Preforms resultierten aus gesparten Anlagenkosten, weil das Investment viel geringer sei. Auch wird der Verschnittanteil reduziert, weil die Fertigung hart an der Endkontur ermöglicht wird. Darüber hinaus verringere sich der Ausschuß, weil typische Drapierfehler im Textil vermieden würden.
Als Zielgruppe für das styroporgetriebene Preforming sieht das ITA die Hersteller von faserverstärkten Bauteilen, insbesondere von kleinen und mittelgroßen Serien, bei denen die klassische Stempelumformung nicht wirtschaftlich ist.
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Dabei werden 12-K-Carbonfaserrovings (12.000 Einzelfasern im Roving) durch das Spezialstickverfahren „Tailored Fibre Placement“ (TFP) zu einem Preform abgelegt, erklärt Max Schwab, der Experte auf diesem Gebiet. Beim weiteren Lagenaufbau können Inserts, wie es weiter heißt, nicht nur unter den Rovinglagen integriert, sondern durch zusätzliches Umschlaufen fixiert werden. Der hochintegrative Preformingansatz reduziere nicht nur Gewicht und Prozessschritte, sondern steigere auch die mechanische Performance des fertigen Bauteils unter Belastung.
„Bisher wurden Inserts geklebt oder es waren Bohrungen im Bauteil notwendig. Aufgeklebte Inserts sind durch die Klebefläche limitiert. Das Einkleben von Inserts in Bohrungen zieht hohe Bohrerabrasion und damit hohen Werkzeugverschleiß nach sich, nicht zu vergessen, die Gefahr einer Delamination“, so Schwab.
Die Vorteile des gestickten Preforms mit integriertem Metallinsert heißen weniger Verschnitt durch TFP-Preforming und erhöhte spezifische Ausreißkraft. Dazu bestehe die Möglichkeit, die Herstellung integrativer Preforms zu automatisieren. Damit sind Preforms mit integriertem Metallinsert attraktiver für die Zielgruppe Automotive sowie Luft- und Raumfahrt, heißt es.
MM
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