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JEC World 2019 - Forschung

Innovationen von der Glasfaserfertigung bis zur Insert-Applikation

| Redakteur: Peter Königsreuther

Die Experten des ITA legen einen Schwerpunkt ihres JEC-World-2019-Auftritts auf Verbesserungen bei der Preformherstellung. Sie zeigen außerdem eine effiziente Art der Glasfaserherstellung, und wie ein Leichtbau-Oldie den modernen Leichtbau richtiggehend vorantreibt. Halle 5 am Stand D17.

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Volumentechnisch ist der Markt der glasfaserverstärkten der größte auf dem FVK-Sektor. Experten des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) haben sich deshalb Gedanken gemacht und eine induktiv beheizte Glasfaser-Produktionsanlagen entwickelt, über die sie auf der JEC World 2019 in Halle 5 am Stand D17 informieren werden. Hier ein Blick auf das induktiv beheizte sogenannte Bushing während des Spinnvorgangs.
Volumentechnisch ist der Markt der glasfaserverstärkten der größte auf dem FVK-Sektor. Experten des Instituts für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) haben sich deshalb Gedanken gemacht und eine induktiv beheizte Glasfaser-Produktionsanlagen entwickelt, über die sie auf der JEC World 2019 in Halle 5 am Stand D17 informieren werden. Hier ein Blick auf das induktiv beheizte sogenannte Bushing während des Spinnvorgangs.
(Bild: ITA)

Das Institut für Textiltechnik der RWTH Aachen University (ITA) seine Kompetenzen im Bereich Glasfasern, Preforms und Carbon Composites. Die Exponate stammten aus unterschiedlichen Anwendungsfeldern und adressieren die Branchen Automotive, Luft- und Raumfahrt und Maschinenbau.

Hier eine Auswahl der ITA-Highlights:

Bildergalerie

Live und induktiv zur Glasfaser

Eine, wie es heißt, jüngst entwickelte, alternativ beheizte Glasfaserproduktionsanlage erleichtert und flexibilisiert die Glasfaserforschung. Erstmalig werden am Stand des ITA Glasfasern live auf der JEC World hergestellt. Zu den Neuheiten der Anlage gehört laut ITA das induktiv beheizte Bushing, das durch ein flexibles Design punktet und aus einer Platin-Rhodium-Legierung (Pt/Rh20) besteht, damit es auch für die Verarbeitung von Hochtemperaturgläsern genutzt werden kann.

Die Glasfaserproduktionsanlage sei so gestaltet, dass sich neue Konzepte und Ideen schnell erproben ließen. Der modulare Aufbau ermöglicht eine hohe Flexibilität, das Induktionssystem eine deutlich schnellere Bedienbarkeit. Forschungs- und Entwicklungsprojekte könnten so technisch schneller und günstiger durchgeführt werden. Thilo Becker ist der zuständige Experte, und das sind in diesem Zusammenhang die ITA-Kompetenzen:

  • Tests neuartiger Glas-Basalt-Zusammensetzungen und Sizings;
  • Beratung und Marktforschung für die Glasfaserindustrie;
  • Entwicklung neuartiger Technologien vom Bushing bis zum Wickler;
  • Mechanische Tests vom Filament bis zum Verbundwerkstoff.

Aus der Blechwelt adaptierte Preformfertigung

Das zugehörige Exponat heißt Drapecube und verbilligt Konstruktionen zur Herstellung von Faservorformlingen aus textilen Halbzeugen. Der Neuling punkte bei der Fertigung von Preforms für Prototypen und in der Kleinserie und eigne sich für Unternehmen, die sich mit der Herstellung faserverstärkter Kunststoffe (FVK) beschäftigen. Das ITA betont, dass bei der Produktion von FVK-Bauteilen im Preformingprozess bereits ein Großteil der späteren Bauteilkosten definiert werden. In kleinen und mittelständischen Unternehmen wird dieser Prozessschritt aber oft noch manuell ausgeführt, was sich in Sachen konstanter Qualität und Bauteilpreis negativ auswirkt. Besonders bei hochbelasteten Strukturbauteilen führten die Qualitätsschwankung dazu, dass die Bauteile überdimensioniert würden. Aber so wird das Leichtbaupotenzial, das FVK in sich tragen, viel zu wenig ausgeschöpft.

Auch das geht mit Fasern:

Eine Lösung des Problems bietet das aus der Blech-umformenden Industrie adaptierte Stempelumformverfahren, das vom ITA jetzt zur Verformung von Verstärkungstextilien genutzt wird. Dabei wird das Textil zwischen zwei Formhälften (Patrize und Matrize) eingelegt und automatisiert umgeformt. Dieses Verfahren komme aufgrund hoher Anlagen- und Werkzeugkosten fast ausschließlich in der Großserie zum Einsatz. Das ITA hat im Zuge dessen die Formgebungsstation Drapecube entwickelt, die eine günstige Alternative darstellt und in der Lage ist, den aktuellen Stand der Technik zum Umformen textiler Halbzeuge voll und ganz abzubilden. Am Stand werden die Prozessschritte in einem Video demonstriert, wie der ITA-Experte Boris Manin sagt.

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