Nachhaltigkeitsmanagement Integration von Nachhaltigkeit in die Geschäftsstrategie

Autor / Redakteur: Bruce George und Davide Vassallo / Claudia Otto

Viele streben danach, doch nur wenige haben es bisher geschafft, Nachhaltigkeit in der eigenen Organisation umzusetzen und zu leben. Entscheidend auf dem Weg dorthin ist es, zu erkennen, dass effektive Nachhaltigkeit nicht die Aufgabe eines getrennten Ressorts sein sollte, sondern Teil der Managementstrategie sein muss.

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Du Pont stellt Photovoltaik-Materialien her und betreibt an Standorten rund um die Welt eigene Solaranlagen, um einen Teil seines Strombedarfs zu decken.
Du Pont stellt Photovoltaik-Materialien her und betreibt an Standorten rund um die Welt eigene Solaranlagen, um einen Teil seines Strombedarfs zu decken.
(Bild: Du Pont)

In den vergangenen 30 Jahren hat es bedeutende Veränderungen in der Einstellung von Unternehmen zur Nachhaltigkeit gegeben. In vielen Unternehmen fand eine geradezu revolutionäre Entwicklung statt: anstatt lediglich auf das Einhalten von Vorschriften hinzuarbeiten, verpflichten sich viele Unternehmen nun, proaktiv ihre Umweltbelastung zu mindern. Das liegt teilweise an dem steigenden Druck, den Verbraucher, Interessenvertreter, Investoren und Regulierungsbehörden ausüben.

Steigerung der Produktion wichtiger als Ressourcen

Das ständige Bestreben, Aktienrenditen zu maximieren und die Produktivität kontinuierlich zu steigern, war in der Vergangenheit jedoch wichtiger als die Erhaltung von Ressourcen, die Abfallentsorgung, die Reduzierung der Umweltbelastung und die Verbesserung sozialer Auswirkungen. Einige Unternehmen hatten es daher schwer, die Unternehmenseinstellung zu ändern und der Nachhaltigkeit bei geschäftlichen Entscheidungen dieselbe Priorität einzuräumen wie der Kapitalrendite.

Wir bei Du Pont glauben nicht, dass sich diese Punkte gegenseitig ausschließen. Wir meinen, dass die Managementstrategien, die bei der Entwicklung und dem Betreiben einer rentablen, vorausschauenden Organisation erfolgreich sind, auch Nachhaltigkeit umfassen sollten, sodass die Geschäftsergebnisse und die nachhaltige Entwicklung gleichzeitig vorangetrieben werden.

Der Ansatz von Du Pont ist pragmatisch. Wenn Verbesserungen in puncto Umweltschutz deshalb vernachlässigt werden, weil sie in den Verantwortungsbereich eines einzelnen Nachhaltigkeitsmanagers fallen, werden Umweltbelange nie die Priorität erhalten, die sie benötigen, um in einem Unternehmen tatsächlich zu Veränderungen zu führen. Warum nicht bewährte, vorhandene Managementstrukturen nutzen, um die Leistungen in Sachen Umweltschutz und sozialer Verantwortung zur gleichen Zeit wie das geschäftliche Wachstum voranzutreiben?

Nachhaltigkeit als Aufgabe ist für Unternehmen lösbar

Nachhaltigkeit geht jedoch über interne Unternehmensprozesse hinaus. Eine effektiv nachhaltige Geschäftsstrategie muss auch Produktverantwortung und gesellschaftliche Bedürfnisse einschließen, um Innovationen voranzutreiben. Die Produktion sollte schlank, grün und sauber sein. Auch wenn die Aufgabenstellung eine große ist, ist sie für Unternehmen erreichbar.

Du Pont beispielsweise konnte das Produktionsvolumen seit 1990 um 41 % steigern und gleichzeitig den Energieverbrauch des Unternehmens um 6 %, den Sondermüll um 62 %, den Wasserverbrauch um 9 % und die Treibhausgasemissionen um 55 % senken (Abbildung 1 – siehe Bildergalerie). Zugleich haben wir uns darauf konzentriert, Materialien und Leistungen zu entwickeln, mit denen unsere Kunden sauberere und grünere Produkte herstellen können, wie zum Beispiel Polymere, die das Gewicht – und damit auch den Verbrauch fossiler Brennstoffe – von Autos reduzieren.

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