Safety

Integrierte Sicherheit liegt im Trend

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Die sicherheitsgerichtete Kommunikation wird durch das Profisafe-Profil ermöglicht: „Was heute Stand bei den Simatic-Controllern ist – Standard und fehlersicheres Programm werden von der selben CPU abgearbeitet – spiegelt sich auch in der Kommunikation wider; das heißt, Standard und fehlersichere Kommunikation erfolgen über die gleiche physikalische Busleitung“, so Kaus. Der Vorteil liege klar auf der Hand: Die fehlersichere Kommunikation kann über eine bereits vorhandene Netzwerkinfrastruktur erfolgen beziehungsweise bei einer Neuinstallation verringert sich der Installationsaufwand laut Kaus erheblich.

Trennung sicherer und nicht sicherer Daten ist eher anwenderspezifisch

„Generell besteht die Forderung der Anwender nach einem einfachen und einheitlichen Verkabelungssystem innerhalb einer Anlage“, ist sich Markus Schlögl, Bereichsleiter Produktmanagement bei der Pilz GmbH & Co. KG in Ostfildern sicher. „Die Überlegungen zur Trennung von sicheren und nicht sicheren Daten sind nicht anwendungsspezifisch, sondern eher anwenderspezifisch“, so Schlögl.

Die Herangehensweise hänge von der System- und Sicherheitsphilosophie des Anwenders ab, welche oftmals auch historisch gewachsen sei. „In der Vergangenheit gab es keine andere Möglichkeit, als die Signale über verschiedene Kabel zu trennen, daher ist der Bestand und damit der Erfahrungsschatz solchermaßen strukturierter Systeme sehr hoch“, erläutert Schlögl. „Doch der Trend weist hier deutlich in Richtung Netzwerk-basierender Systeme.“ Mit dem neuen Automatisierungssystem PSS 4000 bietet Pilz eine integrierte, modulare und dezentrale Lösung für sichere und nicht sichere Steuerungsaufgaben.

Safety-System Twin-Safe von Beckhoff verwendet keinen zusätzlichen Sicherheitsbus

Auch bei Twin-Safe, der Sicherheits-Lösung von Beckhoff Automation, wird kein zusätzlicher Sicherheitsbus verwendet. „Die Twin-Safe-Komponenten kommen da zum Einsatz, wo sicherheitsgerichtete Eingangssignale erfasst oder sicherheitsgerichtete Aktoren angesteuert werden müssen. An mindestens einer Stelle des Systems sorgt eine sichere Logikeinheit für die korrekte Verarbeitung der Sicherheitsfunktionen. Die Kommunikation zwischen den Twin-Safe-Komponenten erfolgt über das vorhandene Standardbussystem“, erläutert Greis.

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