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Betreiben bei Niederspannung macht Vorbehandlung wichtig
Das Elektrotauchlackieren ist ein Verfahren, das elektrochemische Vorgänge nutzt, um Lackpartikel abzuscheiden. Der Prozess arbeitet im Wesentlichen nach dem Prinzip der gegenseitigen Anziehungskraft.
Die Lackabscheidung auf dem Werkstück wird infolge chemischer Umsetzungen – der sogenannten Koagulation – des Bindemittels ausgelöst. Dazu fließt elektrischer Strom: von einer Elektrode über den leitfähigen Lack zum Werkstück.
Die Lackabscheidung der kolloidalen Lackteile wird aufgrund des elektrischen Stromflusses und der dadurch bedingten Wasserelektrolyse ausgelöst. Dieser Prozess ist wasserunlöslich und schlägt sich in einer sehr gleichmäßigen Schichtdicke nieder.
Dabei ist im Gegensatz zu Anwendungen in der Automobilindustrie nur eine Niederspannung von etwa 40 V erforderlich. Es fließt Gleichstrom. Zuvor werden die Werkstücke einzeln aufgehängt (elektrisch leitende Aufhängung). Nach dem Entfetten werden sie in einem vollentsalzten Wasserbad zweifach gespült.
Konventionelles elektrophoretisches Tauchlackieren bei 200 bis 400 V
Danach folgt das Lackieren im Tauchbad. Beim konventionellen elektrophoretischen Tauchlackieren – wie in der Automobilindustrie angewandt – sind 200 bis 400 V zwischen Elektrode und Werkstück angelegt.
Beim KTL-Verfahren mit angelegter 40-V-Niederspannung kommt der Werkstück-Vorbehandlung eine besondere Bedeutung zu. Jeder der Vorbehandlungsschritte wie Strahlen, Entfetten und Phosphatieren muss fehlerfreie Ergebnisse liefern.
Ein weiteres Hauptqualitätskriterium ist die Lackauswahl. So ist die KTL-Tauchbadanlage BF-Galvaco LP der Präzisionstechnik Klaus Schlitt, Eltville, ausgelegt für Lacke, die auf einem Urethan-modifizierten Acryl-Co-Polymer basieren. Außer der pigmentierten Farbe Schwarz und unpigmentiertem Klarlack sind damit transparente Färbungen möglich (keine RAL-Töne): Rot, Grün, Blau, Gold und Kupfer – als Zusatzbehandlung nach der Beschichtung mit dem Klarlack.
Sorgfältiges Spülen vor dem Lackieren mittels KTL notwendig
Dabei sind die verschiedenen Spülvorgänge im vollentsalzten Wasser unbedingt einzuhalten, um Verschleppungen zu vermeiden und eine unbelastete Oberfläche zu erhalten. Es kann eine Einfach-Schicht aufgetragen werden – oder eine Duplexschicht aus Grundierung und Klarlack nach einer Phosphatierung. Eine solche Duplex-Schicht ist ausgezeichnet hinsichtlich der Wirksamkeit als Grundierung für ein anderes, nachfolgendes Lackierverfahren oder zur Erhöhung der Haftfestigkeit.
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