Klimaziel-Angst Lkw-Verband Acea erwartet horrende Strafen wegen EU-Klimazielen

Quelle: dpa 2 min Lesedauer

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Angesichts des eher schleppend vorankommenden Ziels, klimafreundliche Lastwagen zu etablieren, warnt der Lobbyverband Acea vor hohen Strafen für Hersteller, wie die dpa meldet.

Mit dem Actros von Daimler Truck steht ein umweltschonender Lkw zur Verfügung. Auch andere Hersteller bieten emissionsarme oder -freie Nutzfahrzeuge an. Doch die Einführung zieht sich hin, heißt es. Deshalb können milliardenschwere Strafen durch die EU drohen ...(Bild:  Daimler Truck)
Mit dem Actros von Daimler Truck steht ein umweltschonender Lkw zur Verfügung. Auch andere Hersteller bieten emissionsarme oder -freie Nutzfahrzeuge an. Doch die Einführung zieht sich hin, heißt es. Deshalb können milliardenschwere Strafen durch die EU drohen ...
(Bild: Daimler Truck)

Wie Acea-Vertreter befürchtet könnten angesicht verfehlter EU-Klimaziele Zahlungen in Milliardenhöhe fällig werden. Die Gesetzgeber müssten also deutlich mehr unternehmen, um die Nachfrage nach klimafreundlichen Nutzfahrzeugen zu erhöhen. Laut Industrie werden derzeit aber noch satte 90 Prozent aller neu zugelassenen Lkw mit Diesel betrieben. Nur rund 3,5 Prozent der im 1. Quartal 2025 zugelassenen Lkw können elektrisch geladen werden – fahren entweder mit Batterie oder sind sogenannte Plug-in-Hybride. Ein besseres Bild zeigt der Bussektor. Denn dort sind wegen eines recht hohen Anteils an klimafreundlichen Bussen in Städten nur noch knapp 65 Prozent davon mit Diesel unterwegs, so Acea.

Die neue Bundesregierung soll den Lkw-Kurs deutlich ändern

Der Chef des Herstellers Scania und Vorsitzende des Acea-Ausschusses für Nutzfahrzeuge, Christian Levin, fordert deshalb die Politik auf, den Transport mit klimaschädlichen Energieträgern wie Diesel deutlich zu verteuern. Auch brauche es eine vernünftige Ladeinfrastruktur für Batterie-Lkw. Es gehe betont nicht darum, Klimaziele infrage zu stellen. Man sei vielmehr hier, um darüber zu sprechen, wie diese Reise möglich werden könne. „Ich sehe wirklich gute Anzeichen dafür, dass Deutschland wieder der Motor des industriellen Europas werden will“, merkt Levin mit Blick auf die neue Bundesregierung an. Aus logistischer Sicht laufe im Grunde jeder Transport durch Deutschland. Deshalb sei es sehr wichtig, dass Deutschland die Einführung emissionsfreier oder wenigstens emissionsarmer Fahrzeuge unterstütze.

Nutzfahrzeuge müssen in 15 Jahren fast emissionsfrei sein

In der Vergangenheit gab es bekanntlich es große Debatten um CO2-Vorgaben für Autohersteller. Aber auch Lkw-Hersteller müssen sich an ähnliche Regeln halten. Die Emissionen von neuen Reisebussen und neuen Lkw sollen nach geltender Gesetzgebung bis 2030 um 45 Prozent reduziert werden und bis 2035 um 65 Prozent. Bis 2040 sogar um 90 Prozent (alle Zahlen bezogen auf das Vergleichsjahr 2019). Nach großem Druck aus der Wirtschaft sei die Politik der Autoindustrie bereits entgegengekommen. Pkw-Hersteller haben deshalb mehr Zeit eingeräumt bekommen, um sich an EU-Klimavorgaben zu halten. So etwas sollte also auch für den Lkw-Bereich kommen.

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