Chinesische Werkzeugmaschinen

Knuth stellt hohe Qualitätsansprüche an seine chinesischen Lieferanten

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Die Betriebe versuchen aufgrund des allgemeinen Fachkräftemangels, diese Lücken durch minderqualifiziertes Personal aus oftmals landwirtschaftlich geprägten Gegenden zu ersetzen. Dieser erzwungene Ersatz der Guten durch die weniger Guten bildet dann ein weiteres Kriterium für ein Absinken der Qualität. Die beispiellos schnelle Entwicklung hat Probleme auch in der Organisation der Betriebe verschärft. Manche Verkäufer und Sachbearbeiter machen falsche Angaben zu den eigenen Produkten, Ersatzteilbestellungen werden teilweise nur sehr schleppend bearbeitet, Liefertermine werden oft falsch genannt oder nicht eingehalten.

Mitarbeiter müssen mindestens zwei Sprachen sprechen

Knuth hat die Schwachpunkte in der Zusammenarbeit mit den chinesischen Herstellern schon früh erkannt und Lösungswege gesucht und beschritten. In Shenzhen hat das Unternehmen im Jahr 2001 ein Verbindungsbüro eröffnet, in dem heute 18 Chinesen beschäftigt sind. Sie müssen mindestens zweisprachig sein (Chinesisch und Englisch oder Deutsch) und eine technische oder kaufmännische Ausbildung durchlaufen haben. Sie kümmern sich um den Einkauf der Waren, um deren pünktliche Verschiffung nach Deutschland und in ungefähr fünfzehn andere Länder.

Eine andere Gruppe von Mitarbeitern mit technischem Hintergrund spezifiziert mit Mitarbeitern in Deutschland technische Probleme, Verbesserungen und Neuerungen an den Maschinen und vermittelt diese Forderungen und Anregungen dann in die Zulieferbetriebe. Diese Mitarbeiter sind es auch, die die Forderungen durchsetzen müssen. Zu ihren wichtigsten Aufgaben zählt aber die schnelle und korrekte Belieferung mit Ersatzteilen, falls diese sich einmal nicht im zentralen Ersatzteillager in Deutschland befinden.

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