Chinesische Werkzeugmaschinen

Knuth stellt hohe Qualitätsansprüche an seine chinesischen Lieferanten

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Die wichtigste Gruppe der Mitarbeiter in Shenzhen sind die sieben Inspekteure. Sie alle sind erfahrene Ingenieure oder Techniker aus chinesischen Werkzeugmaschinenunternehmen. Fast jeder von ihnen arbeitet schon seit vielen Jahren für Knuth, alle wurden am Hauptsitz in Deutschland ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht darin, ausnahmslos jede Maschinenlieferung vor Verschiffung beim Hersteller zu prüfen und gegebenenfalls zur Verbesserung zurückzuweisen.

Ohne endgültiges, von dem jeweiligen Inspekteur abgezeichnetes Protokoll geht kein Container auf die Reise, auch wenn ein Prüfer zwei- oder mehrmals zurückkommen muss, bevor er ein wirklich fertiges und einwandfreies Produkt abnehmen kann. Mehr als fünfzig unterschiedliche Hersteller, über ganz China verteilt, werden von ihnen mehrmals im Jahr besucht.

Besonderes Augenmerk liegt auf der Einhaltung der CE-Anforderungen

Am Knuth-Hauptsitz in Wasbek sind allein im technischen Bereich mehr als vierzig Mitarbeiter beschäftigt. Eine Gruppe kümmert sich um die technische Kundenberatung, Weiterentwicklung und Neuerungen an Maschinen. Eine andere Gruppe erledigt Serviceeinsätze beim Kunden. Aber die weitaus größte Gruppe prüft ausnahmslos jede Maschine vor Auslieferung an den Kunden und verbessert diese gegebenenfalls. Besonderes Augenmerk wird dabei auch auf die Einhaltung der CE-Anforderungen gerichtet, die nicht jedem Hersteller in China geläufig sind. Dabei werden Schutzeinrichtungen, Drehfutter, Glasmessstäbe und anderes Zubehör aufgebaut und angepasst.

Dort erhält jede Knuth-Maschine optisch und technisch ihren letzten Schliff, bevor sie als germanisiertes Produkt aus China beim Kunden eintrifft. Gerade bei Produkten aus entfernten Ländern ist die Ersatzteilversorgung ein sehr wichtiges Kriterium für deren langfristigen und erfolgreichen Arbeitseinsatz. Um schnell Ersatzteile bereitstellen zu können, hat das Unternehmen neben seinem Büro in Shenzhen in Wasbek ein Zentrallager eingerichtet. Über die EDV lässt sich feststellen, dass etwa 80% des täglichen Bedarfs daraus abdeckt werden können.

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