Beckhoff Kompaktsteuerung ermöglicht neue Anwendungsfelder

Autor / Redakteur: Heiko Wilke / Dipl.-Ing. (FH) Reinhold Schäfer

Mit Einführung der ARM-Cortex-A8-CPU in einen Embedded-PC können nun auch Motion-Control-Anwendungen mit dieser Steuerung realisiert werden. Dies ist möglich durch die CPU, die mit 1 GHz getaktet ist und somit Fließkommaoperationen bei gleicher Taktfrequenz deutlich schneller verarbeiten kann.

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Bild 1: Dieser Embedded-PC ist mit einem 1-GHz-ARM-Cortex-A8-Prozessor ausgestattet.
Bild 1: Dieser Embedded-PC ist mit einem 1-GHz-ARM-Cortex-A8-Prozessor ausgestattet.
(Bild: Beckhoff)

Vor über zehn Jahren wurden die Geräte der Beckhoff-Embedded-PC-Linie eingeführt. Die nun aktuelle zweite Generation der hutschienenmontierbaren Industrie-PC zeichnet sich durch eine leistungsfähige Technik aus. Sie ergänzt damit die bestehende Embedded-Gerätebaureihe. Features, wie die Multicore-Prozessortechnik und PCI-Express als Erweiterungsbus in der neuen CX2000-Baureihe oder die Nutzung der leistungsstarken ARM-Cortex-A8-CPU in den neuen CX9020-Geräten, erschließen ganz neue Anwendungsfelder in der Automatisierung.

ARM-Architektur kommt zum Einsatz

Mit der Einführung der CX90xx-Baureihe im Jahre 2006 setzte Beckhoff erstmals ARM-CPU-basierende Embedded-PC als Steuerungsplattform ein. Die damals noch von Intel stammende ARM9-CPU war vor allem in integrierten Systemen wie Routern, Switches und anderen eingebetteten Systemen ohne User-Interface zu finden.

Vor allem getrieben durch die Entwicklung im Smartphone-Bereich ist die ARM-Architektur sehr populär geworden. Die kontinuierliche Optimierung der Chips auf niedrige Leistungsaufnahme bei gleichzeitig hoher Leistung prädestiniert diese Architektur für mobile Anwendungen. Außer im Consumer-Bereich sind diese Eigenschaften aber auch zunehmend bei industriellen Anwendungen gefragt, um kompakte und lüfterlose Geräte mit hoher Leistung zu entwickeln.

ARM (Advanced Risc Machines) ist nicht nur der Name der CPU-Architektur, sondern auch des Unternehmens, das diese Architektur entwickelt hat und entsprechende Lizenzen an Halbleiterhersteller vergibt. Durch die Vielzahl an Lizenznehmern am Markt gibt es eine große Auswahl an verschiedenen ARM-CPU für die unterschiedlichsten Anwendungsfälle. Im Laufe der Jahre wurde die CPU-Architektur immer weiterentwickelt, optimiert und die Taktfrequenzen – ähnlich wie auch bei x86-CPU – in den GHz-Bereich gebracht.

Komplette Schnittstellenintegrationreduziert Bauteilkosten

Der Unterschied besteht jedoch vor allem in der kompletten Integration aller Schnittstellen in den Chip (System on a Chip, SoC). Dies vereinfacht die Entwicklung und reduziert die Bauteilkosten.

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