Mega-Fahrradschmiede Krauss-Maffei-Know-how macht Carbonbike-Fertigung flotter

Quelle: Pressemitteilung von Krauss-Maffei 2 min Lesedauer

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Wie man Carbonfaserschläuche dazu bringt, bei Time Bicycles Sportfahrräder der Extraklasse besonders wirtschaftlich entstehen zu lassen, weiß Krauss-Maffei. Und zwar mit entsprechender RTM-Expertise.

Blick auf den carbonfaserverstärkten Leichtbaurahmen eines Premiumsportrades von Time Bicycles. Diese CFK-Rahmen wurden bisher manuell und damit recht zeitaufwändig gefertigt. Krauss-Maffei will die Herstellung nun weitgehend automatisieren. Dabei hilft der RTM-Prozess.(Bild:  Time Bicycles / T. Kincaid Photography)
Blick auf den carbonfaserverstärkten Leichtbaurahmen eines Premiumsportrades von Time Bicycles. Diese CFK-Rahmen wurden bisher manuell und damit recht zeitaufwändig gefertigt. Krauss-Maffei will die Herstellung nun weitgehend automatisieren. Dabei hilft der RTM-Prozess.
(Bild: Time Bicycles / T. Kincaid Photography)

Mit Rädern von Time Bicycles, eine der renommiertesten Radsportmarken Europas, wie Krauss-Maffei betont, wurden bei den Olympischen Spielen, vielen Etappen der Tour de France und mehreren Weltmeisterschaften Siege errungen. Die Rahmen der Sporträder von Time Bicycles bestehen nicht zuletzt aus mehrlagigen, geflochtenen Carbonfaserschläuchen. Diese werden im “Resin Transfer Molding“-Verfahren (RTM) aufwändig per Handarbeit gefertigt, was sogar bei Bikes für den ambitionierten Freizeitfahrer gilt. Mithilfe von Krauss-Maffei wird der Fahrradherstellungs-Prozess mit Verbundwerkstoffen aber nun technisch optimiert. Dafür entsteht in Spartanburg County (South Carolina, USA) die größte Fabrik für carbonfaserverstärkte Fahrräder.

Premiumfahrrad-Hersteller investiert 6,5 Millionen Dollar

Spartanburg hat sich einen Namen als Hightech-Region der Fahrzeug- und Luftfahrtindustrie gemacht, so dass sich dort auch leicht die entsprechende Infrastruktur nebst Mitarbeiter für die geplanten 105 neuen Stellen finden. Gleichzeitig ist die Region durch Berge und Trails sehr attraktiv für Radfahrer. Die 6,5-Millionen-Dollar-Investition umfasst ein 120.000 Quadratmeter großes Grundstück mit einer bestehenden Fabrik (13.000 Quadratmeter Fläche). Diese wird nun ertüchtigt, um noch im Winter diesen Jahres die Kapazität des europäischen Time-Standortes (Gajary in der Slowakei) zu erweitern. Time hatte die Produktion von Fahrrädern in den USA übrigens bereits seit zwei Jahren geplant.

Hochwertige Leichtbau-Bikes per RTM-Verfahren fertigen

Um von noch mehr Effizienz zu profitieren, kooperiert das Unternehmen mit den Kunststoffverarbeitungs-Experten von Krauss-Maffei, der SC Fraunhofer USA Alliance (einer Kooperation zwischen dem South Carolina Department of Commerce und Fraunhofer USA) und der Clemson University. In Clemson wird der neue Fertigungsprozess auf einer bestehenden Krauss-Maffei-RTM-Anlage entwickelt. Das Ziel ist es, die zwar bewährte, aber manuelle und damit relativ unwirtschaftliche Resin-Transfer-Molding-Technologie von Time in ein „High Pressure“-RTM-Verfahren mit hohem Automatisierungsgrad zu verwandeln. Tony Karklins, CEO bei Time, merkt an: „Time war der Pionier für den Einsatz von Carbonmaterialien bei Profifahrrädern. Jetzt gehen wir es an, die fortschrittlichsten CFK-Rahmen der gesamten Branche zu produzieren.“

Dabei stünden „High End“-Rennräder ebenso auf der Produktionsagenda wie E-Bikes, die übrigens auch in den USA immer stärker im Kommen seien. David Judge, Business Development Manager bei Krauss-Maffei, versichert: „Für uns ist es eine wunderbare Aufgabe, eine manuelle Produktion zu industrialisieren und zu automatisieren, ohne den enormen Qualitätsanspruch von Time zu beeinträchtigen.“ Der Zeitplan sieht vor, bis Mitte des Jahres Klarheit über die technologischen Details zu haben, um dann an die konkrete Anlagenplanung zu gehen.

Carbonfaser-Fahrradrahmen fix und fertig aus der Maschine

Als einziges Unternehmen der Kunststoffbranche fertige Krauss-Maffei Maschinen für alle Verarbeitungsverfahren (Reaktionstechnik, Spritzgießen und Extrusion) im eigenen Haus, was auch für weitere Komponenten der Time-Räder interessant werden könnte. Dazu Judge: „Wir gehen davon aus, dass wir in alle Optimierungsprozesse einbezogen zu werden.“ Zusätzlich zum klassischen Resin Transfer Molding kann Krauss-Maffei nämlich auch mit seiner Oberflächenkompetenz punkten, wozu etwa das Colorform-Verfahren und seine selbstheilenden PUR-Oberflächen (PUR = Polyurethan) gehören, die einen Beitrag dazu leisten können, dass Rahmen fix und fertig aus der Maschine kommen und nicht aufwändig nachbearbeitet werden müssen. Insgesamt werde die Fahrradherstellung bei Time so ein neues Fertigungsniveau erreichen.

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