Fakuma 2008 Krauss-Maffei setzt auf Hochdrucktechnik bei Dichtungsraupen aus Polyurethan
Mit Mischköpfen und Dosieranlagen von Krauss-Maffei lassen sich Dichtungsraupen aus Polyurethan im Hochdruckverfahren erzeugen. Der Münchener Maschinenhersteller demonstriert das Verfahren auf der Fakuma beim Raupenauftrag auf thermoplastische Bauteile. Von der Hochdruck-Verarbeitung verspricht man sich eine deutlich höhere Produktivität im Vergleich zu Niederdruck-Anlagen.
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Im Gegensatz zur Niederdruck- hat die Hochdrucktechnik laut Krauss-Maffei den Vorteil, dass damit sehr schnell reagierende Mehr-Komponenten-Kunststoffe verarbeitet werden können. So härten 2-Komponenten-Polyurethan schneller aus, so dass die Bauteile ohne nennenswerte Verzögerung weiteren Verarbeitungsschritten zugeführt werden können. Bei langsam reagierenden Kunststoffsystemen sind dagegen Pufferstrecken nötig, um die längere Aushärtezeit zu überbrücken. Weil diese Puffer bei der Hochdrucktechnik entfallen, verweist der Münchener Maschinen- und Anlagenhersteller auf die niedrigeren Investitionskosten und den geringeren Platzbedarf in der Produktion.
Mischköpfe sind selbstreinigend
Zudem seien die Hochdruck-Mischköpfe selbstreinigend und daher befreit von den bei Niederdruckanlagen notwendigen Reinigungszyklen. Nach jedem Schuss reinigt sich der Hochdruck-Mischkopf, indem er das gesamte vermischte Material als Dichtraupe auf dem Bauteil ablegt. Laut Krauss-Maffei entstehen keinerlei PUR-Abfälle. Das vermischte Material werde komplett für die Dichtungsapplikation verwendet.
Nach Angaben von Krauss-Maffei muss bei Niederdrucksystemen die Mischkammer in regelmäßigen Abständen gereinigt werden. Dieser Reinigungsvorgang erzeuge Produktionsabfall und erzwinge Produktionsunterbrechungen, so dass sich die Verfügbarkeit der Anlage reduziere und die Prozesskosten stiegen. Die Selbstreinigung der Hochdruck-Mischköpfe erhöhe somit die Produktivität und die Flexibilität der Fertigungsanlage.
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