Starlinger Kreislauf mit System: Von der PET-Flasche zum Recycling-Sack

Redakteur: Peter Königsreuther

Überfüllte Deponien, Kunststoffmüll in den Ozeanen – die Belastung der Umwelt durch Kunststoffabfall ist längst nicht mehr nur ein Thema für Aktivisten, sagt Starlinger. Deshalb hat das Unternehmen jetzt eine Idee wahr werden lassen, um aus ehemaligen PET-Flaschen robuste Materialsäcke zu fertigen.

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Die PP*STAR-Säcke aus rPET-Flakes sind nicht nur ein Blickfang im Regal sondern können, wie der Hersteller Starlinger betont , auch in einem geschlossenen Produktionskreislauf hergestellt werden.
Die PP*STAR-Säcke aus rPET-Flakes sind nicht nur ein Blickfang im Regal sondern können, wie der Hersteller Starlinger betont , auch in einem geschlossenen Produktionskreislauf hergestellt werden.
(Bild: Starlinger)

Die Sensibilisierung dafür habe mittlerweile die breite Öffentlichkeit und die Gesetzgeber erreicht. Auch große Handelsketten haben mittlerweile begonnen, Recyclingprogramme und Maßnahmen zur Abfallreduzierung umzusetzen, schon weil es die Gesetzeslage erfordert.

Recyceltes PET ist die Basis

Der Trend zu nachhaltigen Verpackungen wachse seit Jahren stetig an, wobei das Augenmerk auf der Wiederverwendbarkeit, der biologischen Abbaubarkeit und der Recyclingfähigkeit der Packmittel liege. Mit der Entwicklung der Produktionstechnologie für gewebte Säcke aus recyceltem PET (rPET) bietet Starlinger nach eigene Angaben nun die Möglichkeit, diese Art von Verpackung in einem geschlossenen Produktkreislauf herzustellen.

PP- und PET-Gewebe

„Starlinger hat jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Gewebesäcken aus Polypropylen – eine Verpackungsform, die wiederverwendbar und recycelbar ist“, erklärt Stéphane Soudais, Leiter der Geschäftssparte Consumer Bags bei Starlinger. Seit 2013 könne Starlinger mit seinen Anlagen auch PET-Bändchengewebe aus PET-Neuware und recycelten PET-Pellets herstellen, die für eine breite Palette an Verpackungsanwendungen eingesetzt werden könnten.

Geschlossener Produktionskreislauf steht

Nun hat Starlinger, wie es weiter heißt, bei der Verarbeitung von rPET einen weiteren Durchbruch erzielt: „Wir können rPET-Bändchen direkt aus PET-Flaschenmahlgut, sogenannten Flakes, erzeugen“, so Soudais. Gewebe aus PET-Bändchen könne zu diversen Arten von Säcken verarbeitet oder für technische Anwendungen – zum Beispiel als Teppichgrundgewebe oder Geo- und Agrotextilien – eingesetzt werden. Für Soudais hat rPET-Gewebe aus Flaschen-Flakes auch noch einen interessanten Vorteil: „Hersteller von gewebten Verpackungen aus Kunststoff können mit diesem Material in einem geschlossenen Produktionskreislauf arbeiten.“

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