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Vorfertigung

Kreissäge mit Sortierroboter rationalisiert den Zuschnitt bei schwankender Losgröße

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Die Aufgabenstellung für die Neuinvestition bestand darin, große Materialmengen bis 150 mm Durchmesser, die teilweise in unterschiedlichen Losgrößen zu bearbeiten sind, auf einer Maschine zusammenzufassen, wobei zusätzlich das manuelle Sortieren und Palettieren der Abschnitte vermieden werden sollte. Den Verantwortlichen war bewusst, dass es nur durch rationelles, mannarmes Arbeiten möglich ist, die Sägeaufträge in der gewünschten Qualität und Schnelligkeit abzuwickeln. Zudem mussten unterschiedliche Anforderungen der Kunden bezüglich des Anlieferungszustandes der Abschnitte erfüllt werden. Teilweise sind Materialien in Spezialgebinden anzuliefern, wobei die Abschnitte bis zu 2 m lang sein können.

Für diese Aufgabenstellung wurde in eine Kreissägemaschine Kasto-Variospeed C 15 mit Hartmetall-Dünnschnitttechnik investiert und diese mit einem Sortierroboter Kasto-Sort für das automatische Absortieren der Sägeabschnitte ausgestattet (Bild 1). Diese Kreissäge eignet sich ideal zum automatisch flexiblen Trennen von Vollmaterial, Profilen und Rohren bei hoher Auslastung. Auf Grund ihrer konstruktiven Ausführung und der vorhandenen Sortiereinrichtung eignet sich diese Maschine für den anarbeitenden Stahlhandel bei gro-ßen Produktionsvolumina, aber unterschiedlichen Materialien von kleinsten Stückzahlen bis mittleren Losgrößen (Bild 2).

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Technische Basis für hohe Schnittleistungen und gute Blattstandzeiten sind die schwere Bauart des Maschinengrundgestells, die Verwendung von Maschinenelementen wie im Werkzeug- und Präzisionsbau und der frequenzgeregelte Drehstrommotor mit 18 kW, kombiniert mit einem Stirnradgetriebe mit schräg verzahnten, gehärteten und geschliffenen Zahnrädern. Alle Komponenten sind robust und schwingungsoptimiert gestaltet. Durch eine optimal an die Sägewerkzeuge angepasste Blattführung lassen sich die Standzeiten deutlich steigern und zudem die Genauigkeit bei den Sägeabschnitten verbessern. Zur Schonung der Zähne des Sägeblattes rückt dieses beim Hartmetallsägen vor dem Rückhub um 1 mm beidseitig vom Material ab.

Großer Materialvorrat ist im direkten Zugriff der Säge

Um möglichst lange mannlose Maschinenlaufzeiten zu ermöglichen, muss die Zufuhreinrichtung der Säge einen großen Materialvorrat im direkten Zugriff bereitstellen. Bei Thyssen-Krupp Schulte wurde ein Flachmagazin ausgewählt, in dem zehn Stäbe aufgenommen werden können. Um trotz größerer Abschnittlängen, wie sie im Mischbetrieb für Wellen, Achsen und Leisten gängige Praxis sind, eine in Materialfluss-Richtung kompakte Maschine zu ermöglichen, hat sich die Zug-/Sortierzange bewährt. Der Positionierspannstock greift unter dem Sägeblatt hindurch und zieht das Werkstück auf Maß.

Das Kasto-Zugzangenprinzip ermöglicht dabei eine optimale Materialausnutzung auf Grund der sehr kurzen Reststücklänge von 40 mm. Dabei kann die Zugzange Abschnitte bis zu einer maximalen Länge von 2000 mm in einem Hub auf Maß ziehen, was die Schnelligkeit und Genauigkeit der Maschine deutlich steigert. Die Zugzange transportiert das geschnittene Material auf den fahrbaren Kipptisch, der die Anschnitte, Reststücke und Gutschnitte in die gewünschte Abwurf- oder Übergabeposition für den Roboter bringt.

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