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Vorfertigung

Kreissäge mit Sortierroboter rationalisiert den Zuschnitt bei schwankender Losgröße

05.08.2008 | Autor / Redakteur: Armin Stolzer / Rüdiger Kroh

Der Roboter greift mit einem Vakuum-Sauger in den Arbeitsbereich der Zugzange der Kreissäge, um einen scheibenförmigen Sägeabschnitt aus der Maschine zu entnehmen. Bilder: Kasto
Der Roboter greift mit einem Vakuum-Sauger in den Arbeitsbereich der Zugzange der Kreissäge, um einen scheibenförmigen Sägeabschnitt aus der Maschine zu entnehmen. Bilder: Kasto

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Große Materialmengen bis 150 mm Durchmesser in unterschiedlichen Losgrößen sollten bei einem Stahlhändler auf einer Maschine zusammengefasst und dabei das manuelle Sortieren und Palettieren der Abschnitte vermieden werden. Für diese Aufgabenstellung wurde in eine Kreissägemaschine mit Hartmetall-Dünnschnitttechnik investiert und diese mit einem Sortierroboter für das automatische Absortieren der Sägeabschnitte ausgestattet.

Der gesamte Bereich der Vorfertigung mit Sägezuschnitten unterliegt seit etlichen Jahren einem permanenten Wandel, wobei viele, vor allem größere Produktionsunternehmen dazu übergegangen sind, ihre Sägerei outzusourcen und dabei strategische Partnerschaften im Stahlhandel einzugehen.

Folgerichtig haben sich diese Stahlhandelsunternehmen vom reinen Werkstoffhändler, dessen Geschäft im Wesentlichen aus dem Kommissionieren und dem Vertrieb von ganzen Bunden von Material bestand, hin zu einem just-in-time-orientierten Distributions- und Dienstleistungsunternehmen für Metalle und insbesondere für Zuschnitte gewandelt.

Um in einem derartigen Wettbewerbsumfeld bestehen zu können, sind anarbeitende Werkstoffhandels-unternehmen gezwungen, nicht nur steigenden Qualitätsanforderungen gerecht zu werden, sondern auch die reinen Prozesskosten und insbesondere die Personalkosten niedrig zu halten, was sich nur mit einem hohen Automatisierungsgrad der Sägeanlagen erreichen lässt. Diesem Trend hat auch die Thyssen-Krupp Schulte GmbH, Niederlassung Mannheim, entsprochen und sich als Kernkompetenz auf das Outsourcing-Geschäft mit industriellen Kunden konzentriert.

Der dafür vorhandene Logistik- und Sägenpark kann sich sehen lassen. So werden die Rohmaterialien unter anderem in einem Hochregal-Wabenlager von Kasto gelagert und im Maschinenpark sind insgesamt fünf Sägemaschinen des Unternehmens aus Achern im Einsatz. Die Niederlassung in Mannheim liefert für ihre industriellen Kunden die komplette Vorfertigungslogistik und betreibt dabei die Anarbeitung recht weitgehend bis hin zu geschweißten, einbaufertigen Baugruppen.

Sägebereich wurde in einem Neubau zusammengefasst

Das Geschäftsmodell basiert auf einer kompletten Kette von der Beschaffung des Materials über die Logistik bis hin zur Produktion. Dass dieser Weg richtig ist, bestätigt der Umsatz, den die Niederlassung Mannheim in den drei letzten Jahren nahezu verdreifacht hat. Um der weiter wachsenden Geschäftsentwicklung Rechnung zu tragen, beschlossen die Verantwortlichen von Thyssen-Krupp Schulte, im Sägebereich weiter zu rationalisieren und diesen in einem Neubau, dem Anarbeitungszentrum, zusammenzufassen. In dieser direkt an das Wabenlager angebauten Halle arbeiten verschiedene Sägemaschinen.

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