Arbeitsschutz

Kühlwasserbehandlung ohne Chemikalien

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Das Verfahren besteht aus insgesamt fünf Komponenten, die aufeinander aufbauen: Das Kühlwasser wird zunächst filtriert, gelöste Nährstoffe und Mikroorganismen werden anschließend verringert; außerdem wird verhindert, dass sich neuer Kalk ablagert. Ein Steuerungssystem überwacht und regelt den kompletten Prozess. Die Mitarbeiter können die Kühlwasserqualität dabei online nachverfolgen und im Problemfall sofort regulierend eingreifen.

Durch Aquabion, ein galvanisches Systems auf der Basis einer Zinkopferanode, kann in den meisten Fällen auf die klassische Enthärtung verzichtet werden. Calciumcarbonate werden dabei direkt in der Wasserphase ausgeschieden und mitgetragen, sodass eine Oberflächenverkalkung von Rohrwandungen, Wärmetauschern und Kühlturmpackungen nachhaltig verringert wird.

Mikrobiologische Belastungen im Kühlwasser minimieren

Der wartungsfreie Aquabio-Transformator enthält fixierte Mikroorganismen. Diese entziehen dem Umlaufwasser Nährstoffe, sodass die Bakterien im Kühlsystem selbst nicht mehr ausreichend versorgt werden: „Die Legionellen im Kühlwasser lassen sich so auf ein Niveau reduzieren, bei dem so gut wie keine Gesundheitsrisiken bestehen“, sagt Michael Geisthövel, Vertriebsleiter der DAT. Der Einbau des Aquabio-Lite bildet eine zusätzliche Barriere gegen neue Mikroorganismen und mikrobiologische Belastungen im Kühlwasser werden auf ein Minimum reduziert. „Wir können so den Teufelskreislauf herkömmlicher Methoden durchbrechen“, so Geisthövel weiter.

Anfangs sei es noch relativ schwierig gewesen, die Kunden zu überzeugen, ihre Systeme auf die neue Technik umzustellen. „Kühltürme stehen nicht unbedingt im Mittelpunkt der betriebswirtschaftlichen Analyse, daher hat es auch viele Jahre gedauert, bis das Thema auf die Tagesordnung kam“, sagt Geisthövel. Die Investitionskosten schreckten zu Beginn viele Unternehmen ab, aber mittelfristig lohnt sich die Umrüstung sowohl finanziell als auch aus ökologischer Sicht.

Kosten amortisieren sich nach anderthalb Jahren

„Die Kosten amortisieren sich nach anderthalb, spätestens drei Jahren“, sagt Geisthövel. Die Argumentation überzeugte die Verantwortlichen von BYK Additives & Instruments. Anfang 2011 haben sie sich eine Referenzanlage angeschaut, in der Kühlwasser bereits physikalisch und biologisch behandelt wird. Die ersten Tests am Standort Wesel fanden vor zwei Jahren statt, die neue Anlage wurde im Mai 2012 in Betrieb genommen.

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