Arbeitsschutz

Kühlwasserbehandlung ohne Chemikalien

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BYK Additives & Instruments ist einer der führenden Anbieter auf dem Gebiet der Additive und Messinstrumente. Zu den Hauptabnehmern gehören Kunden aus der Lack-, der Druckfarben- und der Kunststoffindustrie. Hinzu kommen Prozesse wie etwa die Papieroberflächenveredelung und die Herstellung von Klebstoffen- und Dichtmassen. Die Temperatur ist dabei selten konstant, was den Ablauf besonders erschwert.

Material des Kühlsystems besteht überwiegend aus Edelstahl

In der Produktion setzt das Unternehmen ein offenes Kühlsystem mit Verrieselungskühlern ein. Die Kühlleistung liegt bei etwa 22 MW, das Systemvolumen beträgt etwa 100 m³ bei einer maximalen Umwälzung von rund 1000 m³/h. Das Material des Kühlsystems besteht überwiegend aus Edelstahl und teilweise Kupfer sowie aus Kunststoff. Seit das DAT-System eingebaut wurde, kann das Unternehmen komplett auf Konditionierungschemikalien verzichten.

„Proben, die dem Kühlsystem entnommen wurden, waren sowohl gesundheitlich als auch umweltschutzrechtlich unbedenklich“, sagt Frank Weiß. „Somit werden die hohen mikrobiologischen Anforderungen an das Kreislaufwasser zum Schutz der Mitarbeiter eingehalten“, so Weiß. Außerdem seien keine neuen hartnäckigen Kalkablagerungen an den Plattenwärmetauschern und Kühlturmpackungen festgestellt worden.

Um den örtlichen Gegebenheiten gerecht zu werden, wurde das System auf einem Rahmengestell montiert und über einen Schwerlastkran in das oberste Stockwerk der Fertigungshalle gehoben. Somit konnte hier eine Plug-&-Play-Lösung umgesetzt und umgehend in Betrieb genommen werden.

Säuberung des Kühlkreislaufes nur alle sechs Monate nötig

„Der Biotransformator funktioniert sehr gut“, sagt Weiß. Die Keimzahl im Kühlwassersystem sei geringer als im Brunnenwasser und liege innerhalb der Vorgaben der VDI 3803. Auch die Zahl der Legionellen habe sich im Vergleich zum vorherigen System verbessert und laufe gegen null. Im ersten Halbjahr wurde das Kühlwasser monatlich geprüft, mittlerweile nur noch alle zwei Monate.

„Auch an den Kühltürmen haben wir weder Algen noch Pilze entdeckt, die Becken sind sauber und das Wasser ist klar“, so Weiß. Es seien zwar leichte Kalkablagerungen in Rohrleitungen und Armaturen festgestellt worden, jedoch weisen diese nicht auf eine hartnäckige Verkalkung hin. Eine Säuberung des Kühlkreislaufes ist seit Einbau des DAT-Systems nur noch alle sechs Monate im Rahmen der Wartungsroutine erforderlich.

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