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Die im Sichtbereich von Polizeifahrzeugen eingesetzten langlebigen Kasi-Lacke von KRD Coatings liefern im Taber-Test – einem Verfahren zur Messung des Abriebs – bei 500 Umdrehungen lediglich Haze-Werte von 4 bis 6% (Bild 4, unbehandeltes Polycarbonat: 30 bis 40%). In zivilen Fahrzeugen sind nach ECE 43R (Einsatz hinter der B-Säule) unter gleichen Testbedingungen weniger als 10% Haze gefordert.
In Bezug auf ihre Abriebfestigkeit sind mit Polysiloxanen beschichtete Kunststoffscheiben heute also durchaus vergleichbar mit Glas. Der Haze-Wert ist ein Maß für die Trübung transparenter Proben.
UV-Schutzadditive machen Kunststoff-Lack wieder weich
Die aktuell auf dem Markt verfügbaren Lacke unterscheiden sich vor allem in der Notwendigkeit eines Primers, in ihrer Härte sowie in der unterschiedlichen UV-Beständigkeit. Diese drei Faktoren hängen eng zusammen und müssen auf den Einsatz abgestimmt werden: UV-Schutzadditive können einen Lack weicher machen, dafür aber die Lebensdauer unter freiem Himmel erhöhen.
Zu harte Lacke eignen sich dagegen nur für Umformprozesse mit großen Biegeradien. Typische Polysiloxan-Vertreter wie das Produkt Kasi PC-Flex, die zum Beispiel auf Abdeckungen für CNC-Maschinen und Schutzvisieren eingesetzt werden, gestatten bei nachträglicher kalter Formung jedoch Biegeradien bis hinab zu 450 mm bei 3 mm Plattendicke und 1800 mm bei 12 mm.
Absorber in UV-beständigen Lacken migrieren nicht mehr
Moderne Polysiloxan-Lacke lassen sich einfach per Fluten, Sprühen oder Spincoating auftragen und werden dann eingebrannt. Ein Vorprimern gestaltet den Lackierschritt natürlich aufwendiger, es kann aber zur Verbesserung der Haftung besonders witterungsstabiler Lacke erforderlich sein. Vor allem fortschrittliche Typen erreichen jedoch auch ohne Primer ein hohes Leistungsniveau.
Einige UV-beständige Lacke – etwa bestimmte Produkte der Kasi-PC-Flex-Familie und ungeprimerte Kasi-Sun-Flex-Beschichtungen der KRD Coatings GmbH – enthalten zudem UV-Absorber, die chemisch an das Polysiloxan-Polymer gebunden sind und daher nicht „ausbluten“ (migrieren). Dadurch ist nicht nur ein langlebiger UV-Schutz gewährleistet, sondern auch eine feinere Abstimmung der übrigen Lackkomponenten aufeinander.
Starke dreidimensionale Krümmung erfordert ein besonderes Verfahren
Eine besondere Aufgabe bei dem Geesthachter John-Deere-Projekt stellte zudem die Entwicklung eines Verfahrens zur Umformung der Harvesterscheiben dar. Sie erforderte bei der KRD Sicherheitstechnik GmbH rund ein halbes Jahr Detailarbeit.
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