Klimaneutrale Lackierung Lackieren ohne CO2

Von Mag. Victoria Sonnenberg 3 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit neuen Technologien ebnet die Dürr AG den Weg zur klimaneutralen Lackierung von Autos. Im Fokus stehen dabei der intelligente Einsatz von Energie und die Nutzung von Ökostrom statt fossiler Brennstoffe.

Mit dem Trockner EcoInCure von Dürr lässt sich der Energieverbrauch deutlich reduzieren.(Bild:  René Fluger/Dürr Systems AG)
Mit dem Trockner EcoInCure von Dürr lässt sich der Energieverbrauch deutlich reduzieren.
(Bild: René Fluger/Dürr Systems AG)

„Wir können schon heute CO2-freie Lackierereien für unsere Kunden bauen“, sagt Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG. Dabei fährt das Unternehmen zweigleisig: Zum einen bietet es Anlagen an, die mit Grünstrom statt mit Erdgas betrieben werden können. Zum anderen setzt es darauf, Energie noch effizienter einzusetzen. Davon profitiert die Automobilindustrie in mehrfacher Hinsicht: Die Hersteller senken ihre Energiekosten, können ihre Lackierereien nachhaltig betreiben und sind damit in der Lage, ihre Klimaziele schneller zu erreichen.

Wir helfen unseren Kunden, das Versprechen der Dekarbonisierung einzulösen.

Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG

Die Lackiererei ist der Bereich der Automobilproduktion, auf den es bei der Dekarbonisierung besonders ankommt. Denn über 40 Prozent der Energie, die ein Autohersteller in seinen Werken benötigt, entfallen auf den Lackierprozess. Energieintensiv sind zum Beispiel das Trocknen der Karosserien oder die Klimatisierung der Lackierkabinen. Entsprechend stark kann Dürr mit neuen Technologien zur Senkung des Treibhausgasausstoßes der Automobilindustrie beitragen.

Bildergalerie

Für einen deutschen Autohersteller baut Dürr gerade eine beinahe CO2-freie Lackiererei. Darin werden Trockner und Abluftreinigungssysteme komplett mit Strom aus erneuerbaren Energiequellen beheizt. Außerdem setzt Dürr erstmals das intelligente Energienetzwerk EcoQPower ein. Es sorgt dafür, dass Wärme und Kälte, die im Anlagenbetrieb entstehen, nicht verloren gehen, sondern dorthin gelangen, wo sie zum Heizen oder Kühlen nützlich sind. Herzstück dieses Wärme-Kälte-Verbundsystems sind Wärmepumpen, Wasserkreisläufe und eine intelligente Software.

Nachhaltige Fertigungsprozesse für nachhaltige Produkte

Energie- und emissionsoptimierte Anlagen werden oft in Fabriken für Elektroautos installiert. Denn Autos, die CO2-frei fahren, sollen nach dem Willen von Herstellern und Käufern auch emissionsarm gebaut werden. Auch darüber hinaus hat sich der Dürr-Konzern auf die Elektromobilität eingestellt und entwickelt spezielle Technologien für den Bau von E-Autos. Beispiele sind Prüfstände für Elektromotoren und Fertigungstechnik für Batteriezellen. Im Jahr 2022 wuchs der Auftragseingang mit Produktionsanlagen für E-Autos um über 40 Prozent auf mehr als 1,1 Mrd. Euro. Die Bestellungen aus dem Batteriesektor überstiegen erstmals 100 Mio. Euro, da Dürr mehrere neue Giga Factories in Europa mit Anlagen zur Lösemittelrückgewinnung beliefert.

„Wir setzen strategisch auf Technologien zur Fertigung nachhaltiger Produkte für eine weitgehend CO2-freie Gesellschaft“, so Konzernchef Dr. Jochen Weyrauch.

Dabei haben wir nicht nur die Elektromobilität und die Autoindustrie im Blick. Auch in anderen Branchen unterstützen wir die Transformation zu klimafreundlichen Produkten durch entsprechende Fertigungsprozesse.

Dr. Jochen Weyrauch, Vorstandsvorsitzender der Dürr AG

Zum Beispiel baut die Konzerntochter Homag das Geschäft mit Produktionsanlagen für klimafreundliche Holzhäuser aus. Der Automatisierungsspezialist Teamtechnik, der seit 2021 zum Dürr-Konzern gehört, erhielt 2022 den bisher größten Auftrag über Produktionsanlagen für Solarmodule. Auch in der Umwelttechnik ist Dürr auf Wachstumskurs, zum Beispiel mit Abluftreinigungsanlagen für die Chemie- und Pharmaproduktion.

(ID:49259532)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung