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Den Vorschlag, Leichtbauroboterarme des ebenfalls aus Dänemark stammenden Unternehmens Universal Robots in die Produktion zu integrieren, machte Henrik Christensen, vom Vertriebspartner KJV. „Der Roboterarm UR5 wiegt nur 18 kg und verfügt über 5 kg Traglast bei einer Reichweite von 85 cm. Das Besondere ist, dass der Roboter flexibel und einfach programmierbar ist und in nächster Nähe zum Menschen ohne Schutzzaun arbeiten kann. Heute sind insgesamt vier der Leichtbauroboterarme an unterschiedlichen Produktionsabschnitten bei BJ Gear im Einsatz. Einer der Roboter arbeitet in der Lackierkabine, wo er mit einer Spritzpistole fertig montierte Getriebe lackiert.
Roboter ist vor einem Förderband platziert
Für seine Aufgabe ist der Roboter in der Lackierkabine vor einem Förderband mit einer Reihe von Halterungen platziert. Auf jeder Halterung befindet sich ein Getriebe. Setzt sich das Förderband in Bewegung, startet der Roboter den Lackiervorgang. Je nach eingestelltem Programm trägt er über die angebrachte Spritzpistole eine bestimmte Menge Lack auf jedes einzelne Getriebe auf und bewegt sich dabei so, dass er alle einzufärbenden Winkel und Ecken des Werkstückes erreicht. Von großem Vorteil ist, dass der sechsachsige Knickarmroboter seine Gelenke um 360° drehen und damit aus vielen verschiedenen Positionen spritzlackieren kann.
Zuvor lackierten zwei Mitarbeiter alle produzierten Getriebe manuell. Nun wurde einer von ihnen für andere Aufgaben bei BJ-Gear freigestellt. „Ich empfinde es als eine große Befreiung, dass nun der Roboter die meisten Lackierarbeiten, die doch sehr eintönig sind, übernehmen kann“, freut sich Getriebemonteur Frits Egelund Jensen. Nach zehn Jahren in der Lackierkabine hat der UR5 seinen Arbeitsalltag verändert. Jetzt benötigt Jensen nur einen kleinen Teil seiner Zeit, um den Roboter für neue Getriebegrößen und -typen zu programmieren und zwischen den verschiedenen Programmen umzuschalten. Stattdessen kann er sich komplexeren Tätigkeiten in der Getriebemontage widmen.
Mit wenigen Klicks auf dem Touchscreen erhält der Roboter seine Befehle
Fünf Getriebe der gleichen Größe sind ausreichend, um den Lackiervorgang mit Hilfe des UR5 zeit- und kosteneffektiv zu automatisieren. „Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ein Roboter in der Lage wäre, unsere Spezialgetriebe zu lackieren”, stellt Jensen fest. „Zuvor hatte ich noch nie mit Robotern gearbeitet und war überrascht, wie unkompliziert das Handling ist.“ Mit wenigen Klicks auf dem Touchscreen des Controllers kann der Mitarbeiter dem Roboter den Befehl für die nächste zu lackierende Serie geben. Die unterschiedlichen Programme sind gespeichert und können bei Bedarf abgerufen oder angepasst werden. Die Programmierung selbst erfolgt über eine intuitive Benutzeroberfläche und ist innerhalb kürzester Zeit für alle technischen Mitarbeiter eines Unternehmens erlernbar.
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