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Wenn es es nach der Zimmer & Kreim GmbH & Co. KG in Brensbach geht, wird die Arbeitswelt demnächst bunter, zumindest beim Erodieren, wie Wolfgang Emert, Sprecher der Geschäftsführung, verspricht: „Intelligente Leistungsmerkmale machen das Arbeiten mit dem System sicherer und effektiver.“ Mit bis zu sieben Farbwerten geben Leuchtdioden an den Magazinleisten des Handlingsystems Chameleon schon von Weitem wichtige Signale zum Bearbeitungsprozess: der Magazinplatz ist belegt (grün), das Werkzeug wird verwendet, der Prozess ist aktiv (gelb blinkend) oder „Achtung – Fehler im Prozess“ (rot).
Farbdioden informieren Benutzer über den Status beim Erodieren
Angebracht sind die Dioden an der Rückseite jeder Magazinleiste. „So können die Benutzer schon von Weitem den Status eines Werkstücks oder einer Elektrode prüfen und entsprechend schnell reagieren“, meint Emert. Möglich wird diese Zeichensprache durch eine erweiterte Programmierung der Software des Handlingsystems Chameleon. Dabei sind die Farben analog zu den eingesetzten Magazinübersichten im Jobmanager oder der Erodiermaschinensteuerung aufgebaut.
Sogar menschliche Fehler sind dabei einkalkuliert: Belegt der Anwender versehentlich einen mit Gelb gekennzeichneten Magazinplatz doppelt, merkt das Programm es automatisch und gibt eine Meldung aus. Der Roboter fährt daraufhin einen erneuten Identifikationslauf, nimmt die nun anders platzierten Teile auf und überführt sie aktuell in das Programm. Für die in Arbeit befindliche Elektrode wird durch den Bediener ein neuer Platz gesucht und im Programm festgehalten.
System warnt vor Werkstücken oder Erodierelektroden mit Überbreite
Mit einer besonderen Warnung reagiert das System, wenn der scheinbar leere Platz versehentlich mit Werkstücken oder Elektroden aufgefüllt wird, die eine Überbreite aufweisen. „Eine solche falsche Platzierung kann teure Folgen haben, weil sie Verhakungen, Kollisionen oder gar Beschädigungen der Nachbarteile verursacht“, erklärt Wolfgang Emert. Die Programme erlauben das Sperren von Nachbarplätzen im Vorfeld und verhindern so derartige Fehler.
Dem Anwender wird umgehend eine Fehlermeldung des betroffenen Magazins angezeigt und die Dioden werden rot. Als besonderes Feature lassen sich auf Knopfdruck alle einem Auftrag zugeordneten Elektroden anzeigen – die zugehörigen Dioden werden lila.
Auch die Magazinleisten selbst wurden verbessert. Sie sind jetzt mit einer zusätzlichen Abführverrohrung versehen: Abtropfendes Dielektrikum wird von Etage zu Etage über dünne Rohre nach unten geleitet und in einem Bodenblech aufgefangen, ohne mit Werkstücken und Elektroden in Berührung zu kommen. Damit kann abtropfendes Dielektrikum die Aufnahmepunkte der Werkstücke oder Elektroden nicht mehr verschmutzen und so Genauigkeitsverluste beim Erodieren verursachen.
Handlinggerät kann zwei Maschinen mit Werkstücken versorgen
Werkstück- und Elektroden-Spannsysteme sowie Bestückungsroboter für Erodiermaschinen offeriert die Erowa AG, Büron/Schweiz. Ein aktuelles Produkt ist der Robot Compact. Das Handlinggerät kommt mit 2 m² Grundfläche aus, aber dennoch findet genügend Arbeitsvorrat im Magazin Platz. Der Robot Compact kann eine oder zwei Maschinen mit Werkstücken bis zu 30 Kg Gewicht bedienen.
Die sehr schlanke Bauweise lässt bis zu 160 Palettenplätze zu. Mit diesen 160 Plätzen für Paletten ermöglicht der Roboter bei einer angenommenen Werkstückbearbeitungszeit von 15 min eine Fertigungsautonomie von 40 oder mehr Stunden. Weitere sind Eigenschaften ein Greiferwechsel sowie eine automatische Palettenerkennung.
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